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Sowohl durch die Wichtigkeit des Orts und ihre ungewöhn-liche Dauer, als durch die außerordentlichen Ereignisse, denensie das Entstehen gab, und durch den ungeheuren Aufwandvon Kräften, die während ihrer Dauer in Thätigkeit gesetztwurden, ist sie eine der merkwürdigsten kriegerischen Scenendieser Art, nicht nur jener, sondern aller früher« und später«Zeiten, und es fehlt ihr nichts als ein Homer oder Curtius,um durch eine gleiche Celebrität in der neuern, wie die Bela-gerungen von Jlium und Tyrus in der altern Geschichte desMenschengeschlechtes, ausgezeichnet zu seyn. Die Darstellungderselben ist zugleich das Gemahlde eines eigenen Krieges, einvollendetes militärisches Epos, welches die Aufmerksamkeit instets gespannter Erwartung erhält, und unsere Theilnahmebald dem einen, balv dem andern Theile in einem hohem Gradegewinnt. Sie zeigt uns, was menschliche Kräfte auszuführenvermögen, wenn ein hoher, genialischer Geist sie belebt, undbeweist, daß es nicht immer ungeheurer Massen, sondern nureiner richtigen und zweckmäßigen Anwendung derselben zurAusführung großer und kühner Unternehmungen bedarf. Ale-xander Farnese ist der Held der Begebenheit, denn sie entwi-ckelte die ganze Größe dieses außerordentlichen Geistes. Aberauch Antwerpen hatte seinen Gianibelli, dessen Genie uns umso mehr überrascht, da er hier zum ersten Mahle im vollen,nicht geahndeten Glanze erscheint. Beyde haben sich währenddieser Belagerung die Bewunderung der Zeitgenossen und derNachwelt erworben.