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erregt! In die Huldigung Aller stimmt die Akademie der ver-einigten bildenden Künste; wer mehr als sie/ verdankt demMonarchen eine Fülle neuer Wohlthaten? Diese dem versam-melten akademischen Körper kund zu thuii/ die Glieder derAkademie zu neuer Thätigkeit aufzufordcrn, die Augen einererlauchten Versammlung/ und durch sie. jene der Nation / aufein Institut zu richten/ dessen Wirkungskreis eben so tief indie edelsten Bestrebungen des menschlichen Gemüths/ als indie wichtigsten Triebräder der Industrie und des wahren Reich-thums gebildeter Völker eingreift: ist meine Pflicht an einemder Dankbarkeit ganz geweihtem Tage.
Vor einem Jahre berief mich Ihr Vertrauen zu dem eh-renvollen Geschäft/ der Vertreter Ihrer Wünsche zum Bestender Kunst zu seyn. Mit wechselseitigem Zutrauen/ mit verein-ten Kräften schritten wir zu einem wichtigen Werke. Es laguns ob, die Vortheile einer bestehenden, nur zu wenig be-kannten Institution zu erweitern, die Mängel, welche einelangjährige Erfahrung aufgedeckt hatte, zu verbessern. Wirbedurften Aufmunterung und Unterstützung; wir bereitetenhierdurch Sr. k. k. Majestät eine neue Gelegenheit, Gutes zuwirken; konnten unsere Wünsche unbefriedigt bleiben?
Um dem vereinten akademischen Körper eine genaue Dar-stellung dessen, was geschehen ist, zu geben, sey es mir ver-gönnt, Sie, meine Herren, zu den frühern Zeiten unsererAkademie zurück zu führen: in der Geschichte der Entstehung die-ses Vereins, der Entwickelung seiner ersten Keime, der allmäh-ligen Erweiterung seiner ursprünglichen Anlagen bis zu demjetzt bestehenden Ganzen, liegt reicher Stoff gegründeter Hoff-nung für die Zukunft.
Die ersten Spuren der vaterländischen Kunst verlieren sichin die Zeiten Maximilian des I., Rudolph des II. und Fer-dinand des III. — Leopold der I. that den ersten Schritt zueinem wirklichen Kunstverein; Ihm verdanken wir die Grün-dung einer Mahler- und Bildhauer-Akademie im Jahre 1704.