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furchtsvolle Stille. Der Zug erhob sich langsam feyerlich durcheinige Hauptstraßen über den schonen, freyen Jungfernsteigzum Millernthore hinaus nach Alrona, wo er um zwölf Uhrvor dem Thore anlangte. Hier, an der hamburgischen und dä-nischen Gränze, geschah die feyerliche Übergabe der Leiche. Dasschone hamburgische Dragoner-Corps und die begleitende Infan-terie machten dem geehrten Todten vor ihrem Abtritte nocheinmahl die Honneurs, und an ihre Stelle trat nunmehr einedänische Ehrenwache. Der dänische Etatsrarh Lawäb trat an denTrauerwagen der Verwandten, um ihnen anzuzeigen, daß seineMitbürger versammelt wären, um sich dem ehrwürdigen Zugeanzuschließen. Diefi geschah in folgender Ordnung. Eine EscorteHusaren eroffnete den Zug; dann folgten zwey Marschälle inWagen und ein Geleit von noch -s.6 Kutschen mit den erstenPersonen der königlichen und Sradtregieruug, Gelehrten, Offi-cieren, fremden Generalen und mehreren der angesehensten Bür-ger. Vier Ehrenbegleiter traten mit entblößtem Haupte an denLeichenwagen, den Sarg mit daran befestigten Florgebindeuhaltend. Acht Marschälle mit ihren weißen Staben, nebst dreyJungfrauen in weißen Gewändern und Schleyern, welchemit Rosen- und Myrrhenkränzen und Blumen gefüllte Körb-chen trugen, gingen unmittelbar vor demselben. Langsam be-wegte sich der Zug durch die Hauptstraßen Altona's. Als ersich der Hauptwache näherte, trat dieselbe sogleich ins Gewehr,und eine Trauecmusik von gedämpften Hörnern ertönte, bis ervorüber war. Alle Glocken der Stadt läurecen, Trauerflaggenwehten von den Schiffen im Hafen. Viele Frauenzimmer dergebildeten Clafse unter den zahlreichen Zuschauern waren inTrauer gekleidet. Überall herrschte, der ungeheuren Mengedes herzu geströmten Volks ungeachtet, die orduungsvollste Ruhe.So ging der Zug nach dem zur Stadt gehörigen, und unmittel-bar an dieselbe grenzenden Dorfe Ottensen, wo sich Klop-stsck selbst auf dem Gottesacker unter einer Linde ein Grab ne-ben seiner verstorbenen ersten Gattin» hatte bereiten kaffen. Beyder Ankunft des Zugs ertönte abermahls eine Trauermusik vonPhilosoph. Ahtheil. VI. Band. H