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dringt den einsamen Wanderer bey diesem Anblick; und nurmit Mühe reißt er sich von demselben los, um in die Tiefedes Thales hinab zu steigen, wo ein einziger schmaler Fußpfad,der anderthalb Meilen lang ist, ihn mitten durch ein kühlesSchattengebüsch führt, in welchem hundert prächtige Wasser-fälle ihn umrauschen. Alle diese Gewässer vereinigen sich ganzunten, am Eingänge einer zweyten Grotte, worunter sie her-laufen. Beym Eintritt in dieselbe wird man durch einen Tonüberrascht, der, ob er gleich gewisser Maßen harmonisch, unddem Getöne einer unendlichen Menge Zimbeln ähnlich ist, an-fangs eine Art von Schrecken erregt. Er entsteht von dem Ge-räusch der zwischen den unterirdischen Felsen durchbrausendenWasserfluthen, welches, indem es pfeifend durch einige Spal-ten dringt, von den Gewölben und Höhlungen zurück schallt.So wie man in der Höhle weiter voran geht, wird sie niedri-ger und dunkler. Ungefähr mitten in derselben springen dieQuellen wieder hervor, und bilden einen großen Fluß, dessenWasser etwas salzig ist; er strömt reißenden Laufs in einennicht langen Canal, an dessen Ende er sich von Neuem verliert.Weiter zu gehn ist nicht wohl möglich, ohne mit äußersterGefahr zwischen den dunkeln Felsen fortzukriechen. Die, welchesich weiter gewagt haben, haben eine Art von Saal gefunden,der von oben her ein wenig erleuchtet ist, hinter demselben einedritte niedrigere Höhle, enge und ganz finster, aus deren Bo-den ein giftiger Dunst aufsteigt, wovon Thiere in einemAugenblicke sterben.
Die Eisgletscher*).
Im Norden Italiens stellen sich die Alpen dar, von Pie-mont bis nach Istrien ein großer halber Mond, wie eine him-melhohe, weiße Mauer mit 'unersteigbaren Zinnen, ungefähr25oo Klafter hoch über das Mictelmeer. Man weiß keinenMen-schen, welcher den weißen Berg oder das Schreckhorn erstiegen
*) Aus Joh- Müllers Geschichte der Schweiz.