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2 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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Dem großen Geiste Kants war niemand klein, weil erein Mensch war. Er schätzte den Werth der Menschen nichtnach dem bürgerlichen Marktpreise ab, sondern nach der sittli-chen Würde, zu der ein jeder berufen ist. Daher behandelteer auch den Niedrigsten aus dem Volke mit einer der Mensch-heit gebührenden Achtung. Selbsterworbene Vorzüge und Ver-dienste vermehrten seine Achtung gegen Menschen. Er, selbstvoll hohen Werthes, durste keinen erniedrigen, um sich selbstzu heben. Das that er auch nie, sondern er ehrte im Gegen-theil die Talente, die Wissenschaften, die sittlichen Vollkom-menheiten, und selbst die dadurch erworbene bürgerliche Würdeanderer Mensche», und gab dieß auch auf eine, den Verdien-sten eines jeden angemessene Art zu erkennen. Aber sein eige-ner hoher Werth bewahrte ihn anderer Seits vor Kriecherey undMenschenscheu.