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2 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
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immer alles sagen und thun, womit er auch wohl anzukom-men hofft.

3. Der Ungesellige.

Die Ungeselligkeit ist eine Inhumanität im Umgänge, wel-che sich vornehmlich in den Reden äußert.

Der Ungesellige ist im Stande, wenn ihr euch bey ihm nachjemanden erkundiget, zu sagen:Ey so laßt mich doch unge-schoren !" Wer ihn grüßt, dem wirh erden Gruß nicht erwie-dern. Hat er etwas zu verkaufen, so sagt er dem Käufer nicht,wie rheuer: er fragt ihn:Je nun, was meinst du, daß esgelten soll?" Wer ihm an einem Familienfeste Ehrenhalberein Gericht schickt, dem läßt er sagen: er lasse nicht gern erwasGeschenktes auf seinen Tisch kommen. Wer ihn im Gedrängestößt oder drückt, oder ihm auf den Fuß tritt, der findet beyihm keine Verzeihung. Wird er zu einer Collecte zur Unterstü-tzung eines Freundes eingelade», so sagt er, er gebe nichts. Hintankommt er, und bringt seinen Beyrrag mit diesen Worten:Somag denn auch dieses, wie schon manches Andere, seinen Weggehen!" Stößt er im Gehen mit dem Fuße an, so flucht er ansden Stein. Soll er auf jemanden warten, so wird er nichtlange bleiben. Beym Gastmahle wird er weder singen, nochetwas declamiren, noch tanzen. Er würdiget nicht einmahl dieGötter seines Gebeths.

Historische Porträts,i. Graf von Aranda,

erster spanischer Staatsminister, dann spanischer Gesandterzu Paris.. Er hatte mehr Verstand als Witz, mehr Kopf alsGewandtheit; aber Alles ward durch seine unerschütterliche Fe-stigkeit ersetzt. In öffentlichen wie in Privatoerhältniffs» immerderselbe, zeigte er Würde ohne Hochmuth, Gravität ohne