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Meliere hatte sich gerade mit Racine Überwerfen, alsseinMisantrop zum ersten Mahl gespielt wurde. Ein Schmeich-ler glaubte dem Letzter,, ein großes Vergnügen zu machen, in-dem er ihm hastig die Neuigkeit zutrug, das Stück sey gefallen,es sey schlecht, es sey erbärmlich! Racine könne ihm auf'sWort glauben > denn er sey gegenwärtig gewesen. „Und ich,"erwiederte Racine kalt: „ich bin nicht gegenwärtig gewesen,und glaube es doch nicht, weil Meliere unmöglich ein schlechtesStück machen kann."
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Lafontaine's arme Witwe sollte einige öffentliche Auflagenbezahlen. Es fiel ihr schwer. Da schrieb Herr von Armenon-ville, damahls Gouverneur von Soiffons, an seinen Stell-vertreter: künftig solle Lafontaine's Familie von allen Ausla-gen befreyt seyn. Der Nachfolger des Mannes, der des lie-benswürdigen Dichters Andenken so schön ehrte, beeiferte sich,es ihm gleich zu thun, und das Schreiben des Herrn von Ar-menvnville wurde von Lafontaine's Nachkommen heilig auf-bewahrt.
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Die folgenden Anekdoten von deutschen Gelehrten sindaus Jördens Denkwürdigkeiten, Charakterzügen und Anekdo-ten der vorzüglichsten deutschen Dichter und Prosaisten ge-nommen.
Engel *) war einst bey einem Fürsten zur Tafel geladen.Bey Tische kam unter andern auch die Rede auf den berühm-ten Weltumsegler C o o k, und daß er bey seinen Entdeckungs-reise» sein Leben habe einbüßen müssen. Engel führte dar-über hauptsächlich das Wort. Auf einmahl fragte ihn derFürst, um doch auch sich in den Discours zu mischen: „Kamlsook auf seiner ersten Reise ums Leben, Herr Professor?"
*) Der Verfasser des Philosophen für die Welk, der Ideen zueiner Mimik, mehrerer dramatischer Werke u. s. w.