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gessen, daß ich bloß zur Fortsetzung meiner Reise gestärkt wer-den sollte. Es kommt der fürchterliche Befehl zum Aufbruche.Ich verlasse in einer Art von Betäubung den Aufenthalt. End-lich kommt meine Empfindung wieder/ aber nur um mich mei-nen Verlust fühlen zu lassen. Lange, lange sehe ich mit einerzaudernden Sehnsucht nach dem gewünschten Orte zurück, in-deß ich mich immer mehr von ihm entferne. Dort, dort, sagteich, ist meine Freundin», und ich reise nach der entgegen ste-henden Gegend. Von einem unbefriedigten Verlangen zurSchwermuth ist nur ein einziger Schritt. Endlich verlieren sichalle diese schmerzhaften Ideen in dem Gedanken an meinengroßen und gütigen Anführer. Er ist zugleich der Führer mei-ner Freundin». In ihm, unser» gemeinschaftlichen Vater, ver-einigen sich wieder unsere Seelen, wenn sie auch durch noch soweite Entfernungen von einander getrennt sind. So ist derSchmerz oft unser Lehrer; und eine menschliche Seele, dieniemahls traurig gewesen wäre, müßte gewiß lasterhaft seyn.
Die Pferde sind angespannt; alles ist fertig. Ich schreibemitten unter dem Geräusch. — Ich bin unaufhörlich
der Ihrige.
n. Röschen an Adolph.
Nun, mein Adolph, hat ein Donnerschlag den Vorhangzerrissen, der uns die Zukunft verbarg. — Vollendet ist alsomein Schicksal, das, merk' es dir, kein Ungefähr regiert.Verehre mit mir den Rathschluß der Vorsehung! Du bist einHeld, Adolph; du bist mein Held. Noch ein Zweig fehlte indeinem Lorberkranze; erkämpfe ihn, mein Adolph, besiege deineLiebe! Es gibt eine, die noch stärker ist als der Tod, und diekann uns kein Machtspruch verbiethen. Vergiß die Braut, aberdie Freundin», die Schwester vergiß nicht! Mit dem Todehätte ich doch aufgehört, dein Weib zu seyn. Laß uns gleichjetzt einander das werden, was wir uns ewig bleiben wollen.Sey glücklich! Dieses wird der letzte Wunsch meines brechen-den Herzens seyn, und wenn du einst in die väterliche Hütte