6
Der mißfallt jedermann, der sich zu wohl gefällt.
Wer ein Ding will, gehe selber; wer es nicht will, schickeeinen Andern.
Andere Zeiten, andere Sorgen.
Wer klares Wasser verlangt, hohle es an der Quelle.
Wenn alle Lasier alt sind, so ist der Geiz noch jung.
Einem zerrissenen Kleide gibt man wenig Glauben.
Voraus bezahlt, übel bedient.
Auf eine eilfertige Frage eine langsame Antwort.
Ein Doctor und ein Bauer wissen mehr als ein Doctorallein.
Ein Tag richtet den andern, und der letzte alle.
Wer ein Ding verachtet, will's kaufen.
Man sieht viel Studenten, aber wenig Studierte.
Wo das Geld redet, da schweiget Cicero.
Eine kleine Küche macht das Haus groß.
Wenn der Jüngling wüßte, der Alte konnte, und derFaule wollte, so wäre nichts Gutes in der Welt, das nichtgeschähe.
Die Liebe ist wie ein Brunneneimer: sie fährt mit Lachenhinab, und kommt mit Weinen wieder heraus.
Die Zunge hat kein Bein, schlägt aber Manchem denRücken ein.
Es ist kein Mensch so gut, daß er nicht besser, keiner soarg, daß er nicht noch ärger seyn könnte.
Der Boshafte ist wie eine Kohle: brennt sie nicht, soschwärzt sie doch.
Französische Sprichwörter.
Auf einem rollenden Stein wächst kein Moos.
Gute Rechnungen machen gute Freunde.
Liebe und Herrschaft dulden keine Mitgenossen.
Ein vergoldeter Zaum macht das Pferd nicht besser.
Dem gute» Spieler kommt der Ball entgegen.