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dann andern Salzen und Gängen Pialz zu machen; ja, die Seiten-sätze lösen sich ganz oder theilweis in Gänge auf und gewährenso noch leichteres Tonspiel. Dieser Karakterzug wird erst im Ge-gensatz zur Sonatenform, zu der wir jetzt fortschreiten, vollkom-men erkannt werden. Einstweilen vergleiche man, um sich vor-läufig zu orientiren, die Rondoformen in der Lockerheit ihres Zu-sammenhangs mit der uns schon bekannten Fuge. Die Fuge lässtihren oder ihre Gedanken (die Subjekte) nie los, das Rondo lässteinen um den andern fallen ; die Fuge verwandelt ihre Hauplgrup-pen (die Durchführungen, oder das Thema selbst) unaufhörlich, dasRondo hält seinen Hauptsatz, von unwesentlichen Veränderungenabgesehn, stets, sogar in derselben Tonart fest. Diese Betrachtungmuss an den Ursprung der Rondoform aus der Liedform und andie nahe Verwandtschaft derselben mit der Liedkette erinnern, eineso nahe, dass es bei einzelnen Kompositionen einen Augenblicklang (S. 115) zweifelhaft erscheinen konnte, ob sie der Rondcrformangehörten, oder bloss Lied mit Trio oder Liedkette seien. DieLockerheit im Verbände dieser letztem Formen ist aber bereitsTh. II, S. 80 erkannt worden.
Beide oben bezeichnete Iiarakterzüge trelfen am wenigstenin der vierten und fünften Rondoform zu, die aus Haupt- understem Seitensalz eine zusammenhängendere Masse zu bilden streben.Aber eben hier bildet sich auch der Uebergang zu einer neuen Form,zu der Sonatenform, die wir nun zu erkennen und zu übenhaben.