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Die Modifikationen des Schönen.
ein eigenartiges Naturleben aus, ein stilles, geheimnisvollsinnendes, vielleicht ein sehnsuchtsvoll wehmütiges, das wirinniger miterleben, und das sich tiefer in uns einschleicht, alsdas leuchtende Leben des Sommers.
Zu allem dem nehme man schliefslich, was bei Gelegenheitdes Tragischen oder des Humors gesagt wurde; die Kraft desNichtseinsollenden — oder der unbefriedigten Forderung, dafsdas Wertvolle sich auslebe und zu seinem Rechte komme —uns zu bannen und festzuhalten, und das Wertvolle uns vollergeniefsen zu lassen. Und man nehme dazu weiter die allge-meinere Bedeutung, die das Häfsliche, das in Gestalt des Gegen-sätzlichen, Getrübten, Entzweiten, Dissonanten in das Schöneeingeht und ihm sich unterordnet, als Würze des Schönen ge-winnen kann.
Das „ideal“ Schöne.
Bei der Frage nach der Möglichkeit der Darstellung desHäfslichen ist der mystische Gedanke abzuwehren, dafs dieblofse Darstellung oder das blofse Dargestelltsein die Krafthabe, HäTslichkeit in Schönheit zu verkehren. Wohl aberkann die Darstellung im Häfslichen das Schöne für die ästhe-tische Betrachtung herausheben. Es gibt aber schliefslich keinHäfsliches ohne ein Schönes, keine Negation ohne ein Positives,das negiert wird, keine Lebensverneinung ohne ein Leben, demdie Verneinung widerfährt.
Diese Heraushebung ist „Idealisierung“, nicht im Sinne derTäuschung oder Beschönigung, sondern der Ausgestaltung desIdealen, d. h. eben des Positiven. Die Darstellung des Häfs-lichen bejaht, wo wir im Leben vor allem das Negative sehenund darum verneinen. Der „Idealismus“ der Kunst in derDarstellung des Häfslichen besteht in diesem Positivismus.Solcher Idealismus ist aber mit künstlerischem Realismus eineund dieselbe Sache.
Daneben gibt es aber noch einen „Idealismus“ in mehr-fach verschiedenem Sinne dieses Wortes. Auszuscheiden istder „Idealismus“, der ein „ideal Schönes“ träumt, das nicht