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1 (1903) Grundlegung der Ästhetik
Entstehung
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DRITTER ABSCHNITT.Raumästhetik.

Erstes Kapitel: Ästhetische Mechanik.

Die geometrische Linie.

"T'Vicht nur der menschliche Körper, so wie er in der Wirk-lichkeit uns entgegentritt, ist uns lebendig, sondern wirknüpfen das gleiche, oder ein gleichartiges Leben auch an diekörperlichen Formen, wenn sie für sich, d. h. vom Körperlosgelöst, uns entgegentreten. Auch die den menschlichenKörper wiedergebende Zeichnung repräsentiert uns noch dieslebendige Ding, obgleich sie vom Bilde des lebendigen Körperswesentlich verschieden ist. Dieser Sachverhalt wird verständ-lich, wenn wir bedenken, dafs die Formen des menschlichenKörpers von Haus aus als solche, oder als diese bestimmtenFormen, Gegenstand der Einfühlung sind.

In gleicher Weise bleiben auch die Formen der Dinge inihrer Loslösung von den Dingen Träger des Lebens der Dinge.Auch dies ist uns verständlich. Man erinnere sich hier spezielldaran, dafs wir räumliche Formen der Dinge, Weisen ihres Zu-sammen, Bewegungen von bestimmter Form, als solche inder Natur kausal verknüpft finden. Dann müssen auch dieKräfte und Tätigkeiten, die vermöge solcher Kausalzusammen-hänge in den Dingen zu liegen scheinen, an die räumlichenDaseinsweisen und Bewegungen als solche geknüpft erscheinen.

Vor allem wichtig ist uns aber im gegenwärtigen Zu-sammenhang dies: Wir finden in der Natur nicht nur ursäch-