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1 (1903) Grundlegung der Ästhetik
Entstehung
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FÜNFTER ABSCHNITT.

Farbe, Ton und Wort.

Erstes Kapitel: Farben und Farbenverbindungen.

Wohlgefälligkeit der einfachen Farbe.

*T"'\ie Lust an Raumformen, wie die Lust am Rhythmus, istFormgefühl. Von den Formgefühlen unterschied ich imersten Abschnitt die Elementargefühle. Ein solches ist dasGefühl der Lust an der einfachen Farbe, die Lust am Blau,Rot u. s. w.

Die Lust an der Form beruht auf derästhetischenEinheit in der Mannigfaltigkeit, sowie sie in unserem erstenAbschnitte näher bestimmt wurde. Auf einem gleichartigenPrinzip, so meinte ich dort bereits, müsse auch das Elementar-gefühl oder die Lust an einfachen ( Empfindungen beruhen.Darauf komme ich hier zurück.

Empfindungen sind nicht Empfindungsinhalte. Die Em-pfindung des Rot etwa ist nicht das eigentümliche optischeBild, das ich zunächst mit dem WortRot meine. Dies istein Empfundenes oder ein Empfindungsinhalt. Sonderndie Empfindung ist die Empfindung, d. h. sie ist zunächstdie durch den optischen Reiz erzeugte psychischer Erregungoder Bewegung. Eine solche .mufs ( der Reiz auslösen, wenndas optische Bild, oder allgemeiner gesagt, das Bewufstseins-bild zu stände kommen soll. Diese psychische Erregung oderBewegung ist das dem, Bewufstseinsbild notwendig zu GrundeLiegende, das, wodurch dies ins Dasein gerufen wird,.,das, was