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Die Modifikationen des Schönen.
rechtfertigt, wenn wir als burlesk die parodierende und dietravestierende komische Darstellung bezeichnen.
Endlich sind wir berechtigt, als grotesk diejenige komischeDarstellung zu bezeichnen, für welche die Karikatur, die Über-treibung, die Verzerrung, das Unglaubliche, das Ungeheuerliche,das Phantastische, das Mittel zur Erzeugung der komischenWirkung ist.
Charakter- und Schicksalskomik.
Wichtiger als die hier getroffene ist uns aber eine zweiteUnterscheidung, die hier noch angestellt werden soll. Wirschieden oben bei der Tragik die beiden Möglichkeiten, dafsdas Leiden, das den tragischen Helden treffe, ein vom Schick-sal ohne seine Schuld verhängtes Übel, und dafs es durch einBöses im Wesen des Helden verschuldet sei. Und wir nanntenjenes Schicksals-, — dieses Charaktertragik. Diesen Gegensatzkönnen wir verallgemeinern. Alles Nichtseinsollende ist ent-weder ein solches, das am Wesen eines Dinges oder Menschenhaftet, eine Eigenschaft oder Bestimmtheit desselben, oder esist eine Schädigung oder Negation, die dem Dinge oder demMenschen widerfährt. In jenem Falle ist es Sache desCharakters, in diesem Falle Sache des Schicksals.
Auch die Komik nun ist ein nicht sein Sollendes oder eineNegation; sie ist ein Zunichtewerden in unseren Augen. Undauch diese Negation kann im Wesen eines Dinges oder Menschenliegen, oder sie kann durch das Schicksal über das Ding oderden Menschen verhängt sein. Den Gegensatz dieser beidenMöglichkeiten bezeichnen wir durch Namen, die jenen, zur Be-zeichnung der entsprechenden Möglichkeiten der Tragik ge-brauchten analog gebildet sind. Wir reden in jenem Falle vonCharakterkomik, in diesem von Schicksalskomik. Natürlichdenke ich in beiden Fällen vorzugsweise an die Komik, dieam Menschen haftet bezw. ihm widerfährt.