Siebentes Kapitel: Die Komik und Verwandtes.
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sich Dünkenden oder Gebärdenden gespielt werden, und jeneEigenschaften hervortreten lassen, und dem Lachen preis-geben.
Possenhaft ist es dann weiter, wenn jemand in komischerWeise sich selbst als Narren, Ungeschickten, Feigen u. s. w. dar-stellt, sein körperliches Gebrechen dem Lachen preisgibt, oderein solches fingiert, wenn er den Narren, Tölpel, Feigling u. s. w.,den mit einem Gebrechen Behafteten spielt, um damit zu be-lustigen.
Endlich ist possenhaft auch die Komik der Darstellung inWort und Bild, die Lachen erregt, sei es, dafs sie lediglich einder Wirklichkeit angehörendes oder fingiertes Verlachenswertesbeschreibt, es erzählt, davon berichtet, oder es bildlich wieder-gibt, sei es, dafs sie eine Person oder Sache erst durch dieWeise der Darstellung als ein Verlachenswertes erscheinen läfst,oder sie dazu macht. Possenhaft ist insbesondere auch derWitz, der den Witzigen selbst oder einen anderen in derb-komischem Lichte erscheinen läfst.
Wie man sieht, ist in allen diesen Fällen die „Possen-haftigkeit“ gar nicht eigentlich ein Prädikat der Komik oder desKomischen als solchen, sondern vielmehr ein Prädikat, durchwelches wir das auf Hervorbringung des komischen Effektesabzielende bewufst menschlische Tun bezeichnen. Possenhaftist nicht das Opfer eines Streiches, sondern der Streich, nichtdie Dummheit, die der Clown fingiert, sondern sein Spiel, nichtdas in Wort und Bild dargestellte Verlachenswerte, sonderndiese Darstellung; zugleich doch wiederum nicht diese Dar-stellung als solche, sondern sofern sie diesen bestimmten Inhalthat oder mit diesen bestimmten Mitteln diesen bestimmtenkomischen Effekt hervorbringt.
Dieser possenhaften Komik tritt nun zur Seite die burleskeKomik. Hier müssen wir gleich sagen: Auch „burlesk“ isteigentlich die Bezeichnung — nicht für eine bestimmte Art oder füreinen bestimmten Charakter des Komischen, sondern für eineWeise, etwas komisch erscheinen zu lassen, oder eine Weiseder Darstellung mit komischem Inhalte oder Effekt. Es erscheintaber historisch und durch den Sprachgebrauch genügend ge-