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Die Modifikationen des Schönen.
Objekt, sondern als diejenige, die wir in der Einfühlung in einObjekt erleben.
Derart war die Sehnsucht, die im Erhabenen liegt, oderliegen kann. Ich bezeichnete die Sehnsucht, die ich angesichtsdes unendlichen Meeres fühle, als Sehnsucht, das in ihmLiegende auszuschöpfen. Auch dies ist nicht nur eine Sehn-sucht nach, sondern zugleich in dem Objekt. Das Meer ziehtmich betrachtend in immer weitere Tiefe. So ist meine Sehn-sucht seine Sache, etwas aus ihm Stammendes, also in ihmLiegendes.
So kann mir auch sehnsüchtig zu Mute werden, indemich in die Landschaft mich hineinversetze, und ihr Leben inner-lich mitmache; oder es liegt für mich Sehnsucht in einer Farbe,etwa dem lichten Violett. Es überkommt mich etwas wie dieAhnung eines Glücks, einer stillen Befriedigung, die ich sehnendsuche, ln der Ahnung habe ich diese Befriedigung zugleich.Und ich sympathisiere mit der Sehnsucht, mit dieser Kraft desin die Weite gehenden Strebens; und diese Sympathie ist Glück,wie jede Sympathie. Zugleich trägt doch alle solche Sehnsuchtin sich ein Moment der Unlust, das durch das Unbefriedigtseinder Sehnsucht gegeben ist.
Wie die Sehnsucht nach vorwärts, so pflegt die Wehmutnach rückwärts zu blicken. Wir sprechen vor allem von weh-mütiger Erinnerung. Dieselbe kann süfse Wehmut sein; sieist es, wenn der Verlust den Stachel verloren hat, und nun diegeistige Freiheit bleibt, in rückschauender Betrachtung das Ver-lorene sich wiederum innerlich zu eigen zu machen und es zugeniefsen: „Ich besafs es doch einmal.“ Auch meine Ver-gangenheit gehört ja zu mir und kann mir Gegenwart werden;und das vergangene Gut ist ein solches, das mir niemandrauben kann. Es ist eine Tatsache, die durch nichts in derWelt wieder rückgängig gemacht werden kann. Zugleich bleibtdoch das Negative, dafs das Vergangene nicht mehr gegen-wärtig ist.