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Die Modifikationen des Schönen.
fremde, d. h. eine Unlustfärbung in sich auf. Später wurde dieFrage gestellt, wie der Übergang von Lust in Unlust sich voll-ziehe, wenn etwa die Lautheit eines Tones weiter und immerweiter wachse. Die Antwort lautete, dieser Übergang geschehedurch ein Gefühl, das sowohl Lust- als Unlustgefühl sei. End-lich erwies sich auch das Gefühl der negativen Erhabenheit alsein Gefühl, das zugleich Lust- und Unlustgefühl ist.
Auf dies Zusammen von Lust und Unlust nun kommeich hier zurück. Es liegt mir aber dabei zunächst an einerallgemeinen Betrachtung.
Gefühle können in verschiedener Weise verbunden odervereinheitlicht sein. Ich habe etwa das Gefühl der lustvollenGewifsheit oder des freudigen Strebens. Hier sind Lust undGewifsheit, bezw. Lust und Streben, vollkommen verschiedeneund miteinander unvergleichbare Färbungen meines Gefühles..Sie verhalten sich zueinander wie die Höhe und die Klangfarbedes Klanges. Solche Gefühle „verschmelzen“ nicht, so wenigals die Tonhöhe und Klangfarbe in einem Klang verschmelzen.Sondern es bleibt jede Gefühlsqualität, was sie ist. Man wirdihre Verbindung als Gefühlskomplikation bezeichnen dürfen.
Von diesen Gefühlskomplikationen müssen wir nun aberdiejenigen Verbindungen von Gefühlen unterscheiden, bei wel-chen die verbundenen Gefühle derselben Gefühlsreihe oderdemselben Kontinuum von Gefühlen angehören, und innerhalbdesselben zueinander im Gegensatz stehen.
Hierbei besteht zunächst die Möglichkeit der Gefühls-schwankung, des zwischen Position und Negation hin- undhergehenden Gefühles. Der Art ist das Schwanken zwischenden Gefühlen der Bejahung und der Verneinung, oder auchzwischen Lust und Unlust.
Von diesen Gefühlsschwankungen aber sind wiederumdurchaus verschieden die Gefühlsverschmelzungen oder Ver-schmelzungsgefühle. Auch sie sind Verbindungen qualitativgegensätzlicher 'Gefühle. Aber an die Stelle des Schwankenstritt bei ihnen die unmittelbare Vereinheitlichung, das Zu-sammenfliefsen in ein einziges neues Gefühl.
Solche Verschmelzung von Gefühlen ist analog der Ver-