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1 (1903) Grundlegung der Ästhetik
Entstehung
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Fünftes Kapitel: Ästhetische Mischgefühle.

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Vergleichbarkeit, die der mindere Gröfsenkontrast in sich schliefst.

Es wird dann noch in höherem Grade dazu, wenn wir annehmen,dafs es auch räumlich eine kompakte Masse darstellt.

Und damit erscheint nun insbesondere die Kraft des Ganzenals eine besonders einheitliche. Und diese einheitliche Krafterscheint in dem höchsten Gipfel zusammengefarst. Es ist eine,und dieselbe Kraft, die in stetem Fortschritt höhere und ihöhere, und zuletzt diesen höchsten Gipfel hervorbringt. Wirgewinnen den Eindruck einer Kraft, die so grofs ist, dafs sienach der Bildung der niedrigeren und höheren Berge noch, undzwar ohne gewaltsamen neuen Ansatz, diese höchste Höhe aussich hervorzubringen vermag.

So gewinnt der hohe Berg zwischen hohen Bergen einesozusagen erhabenere Erhabenheit. Sie ist erhabener um ihrerRuhe willen.

Hiermit ist, wie man sieht, doch schliefslich nur mit anderenWorten dasselbe gesagt, was ehemals so ausgedrückt wurde:Der herrschende Teil eines Ganzen hat für uns umso gröfsereHerrscherwürde, je mehr das von ihm Beherrschte auch in sichselbst bedeutsam ist, je enger und unmittelbarer es andererseits 1mit ihm zur Einheit verbunden ist. Diese beiden Bedingungender Herrscherwürde sind in dem Berge, der umgebende hoheBerge überragt, vereinigt.

Fünftes Kapitel: Ästhetische Mischgefühle.

Gefühlskomplikation und Gefühlsverschmelzung.

Unter den Modifikationen des Lustgefühls, von denen imersten und zweiten Kapitel die Rede war, wurde besondershervorgehoben das Gefühl, das sich ergibt, wenn in einemObjekt Gegensätzlichkeit, Widerstreit, Dissonanz, kurz Bedingungen jder Unlust, den Bedingungen der Lust sich unterordnen. Hiernimmt, so sagte ich, das Gefühl der Lust mehr und mehr eine