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Die Modifikationen des Schönen.
ist jederzeit ein „positiv“, niemals ein „negativ“ Erhabenes. Esist Gegenstand des Lustgefühls, das an dem Gefühl eigenerGröfse jederzeit haftet.
Dies hindert doch nicht, daîs das ästhetisch Erhabene zueinem unlustvollen werden kann innerhalb des ästhetischen Zu-sammenhanges, dem es angehört. Es wird dazu, wenn esinnerhalb dieses Zusammenhanges zugleich eine Negation, undvor allem die Negation eines Erhabenen unmittelbar in sichschliefst.
Dies kann aber zweierlei heifsen. Einmal: In dem Erhabenenselbst, oder mit ihm für die ästhetische Anschauung unmittelbarverbunden, etwa in einer Dichtung mit dargestellt, findet sichzugleich die Negation einer Kraft und Gröfse, die in dem Er-habenen sein könnte, und die ich von ihm fordere. So kannder gröfse Verbrecher in der Dichtung negativ erhaben sein, —nicht weil er mich schädigt oder schädigen könnte, sondernweil er in sich selbst einen Schaden trägt, und einer Forderung,die ich an ihn stelle, widerspricht. Er hat Kraft, und dieseKraft ist positiv erhaben und demgemäfs an sich ästhetischwertvoll; aber es fehlt ihm die Kraft, die den Namen „Gefühlder Menschlichkeit“ oder „Gefühl für das Rechte“ trägt. Ernegiert in sich selbst, und in seiner Kraft, diese andere Kraft.Es liegt in jenem Positiven diese Negation. Und hieraus nunkann ein Gefühl der negativen Erhabenheit entstehen.
Dabei ist aber nicht jenes Positive, sondern dies an ihmhaftende Negative, die damit verbundene Schwäche, der Mangel,die Verkümmerung, Grund des Gefühles der negativen Er-habenheit.
Oder richtiger: Dies Negative ist Grund des Negativen ander Erhabenheit, d. h. es ist Grund des Gefühls der Unlust, dasin das Gefühl der Erhabenheit hineinkommt. Sofern aber dasGefühl negativ oder Gefühl eines Negativen ist, ist es ebennicht Gefühl der Erhabenheit. Kein Mangel kann ein Gefühlder Erhabenheit begründen oder dazu beitragen. Und darausfolgt die Umkehrung: Sofern oder soweit das Gefühl der nega-tiven Erhabenheit ein Gefühl der Erhabenheit ist, ist es inWahrheit ein Gefühl der positiven Erhabenheit, nur mit einem