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Farbe, Ton und Wort.
ist ihre Weise, zu berichten, zu beschreiben, zu er-zählen? u. s. w. Und zum Anderen: — Wovon macht derRedner oder Dichter Mitteilung? Von welchen Dingen redeter, und was sagt er über sie aus? Jene erstere Frage gehtauf die Form oder das Formale der Aussage, diese auf dasGegenständliche derselben. Damit ist ein weiterer Gegensatzvon Elementen der Sprache oder eines sprachlichen Ganzen,und damit zugleich ein weiterer Gegensatz möglicher Artender Sprachsymbolik bezeichnet. Die symbolischen Elementekönnen formaler, und sie können gegenständlicher Natur sein.
Dreierlei also unterscheiden wir an dem sprachlichenGanzen: Klang, Form der Rede oder Aussage, und Gegen-ständliches. Demgemäfs unterscheiden wir die Symbolik derakustischen, weiter die Symbolik der formalen, endlich dieSymbolik der gegenständlichen Elemente der Rede oder Dichtung
Die Klangelemente.
Die akustischen Elemente der Sprache sind wiederum ver-schiedener Art. Speziell zwei Arten derselben sind einandergegenüberzustellen: die „Klangelemente“, im engeren Sinne, unddie rhythmischen Elemente; wobei das Wort „rhythmisch“ inweiterem Sinn genommen ist, als Vortragsweise überhaupt, odersubjektiv gewendet, als Weise des Ablaufes der Worte undWortfolgen in der Seele dessen, der die Rede oder Dichtungsich zu eigen macht und sie geniefst.
Ich erwähne zuerst ein „Klangelement“, das im lautenVortrag der Rede oder Dichtung zu ihr hinzutritt, eine vonder Rede und Dichtung unabhängige Zutat zu ihr. Es ist dieKlangfarbe der Stimme des Vortragenden. Davon liegt in derRede oder Dichtung selbst nichts. Aber, indem sie dazu hinzu-tritt, gewinnt sie doch auch für die Rede oder Dichtung Be-deutung. Sie wird zum ästhetischen Faktor der Rede oderDichtung selbst, ln jeder Stimmklangfarbe liegt etwas Eigen-tümliches, ein Moment der Innerlichkeit, ein Persönlichkeits-charakter, den wir mitfühlend in uns erleben, mit dem wirpositiv oder negativ sympathisieren.