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Farbe, Ton und Wort.
mittelbarster Weise zugehörig erscheinen. Er ist die natürlicheFortsetzung des bereits in den Tönen Gegebenen.
Und es wird jetzt auch einleuchtend, warum dieser Rhyth-mus zeitmessender Rhythmus sein mufs, warum sein Grund-prinzip kein anderes sein kann als das der Wiederkehr desGleichen. Auch der Rhythmus der Töne ist eben zeitmessenderRhythmus und schliefst eine regelmäfsige Zeitteilung in sich.
ln die gesetzmärsige Gliederung jenes Rhythmus im Grofsenfügen sich die musikalischen Glieder, die Folgen unmittelbarzusammengehöriger Töne, die Worte, die Sätze, die Periodenin der im neunten Kapitel des vorigen Abschnittes, S. 417 ff.,kurz bezeichneten Weise.
Musik als Ausdruck.
Mit dem Vorstehenden sind die Faktoren des musikalischenGanzen — andeutungsweise, wie hier allein beabsichtigt war —bezeichnet, soweit die Musik Körper ist. Sie ist aber auchSeele. Die Musik ist mehr als Ton und Tonverbindung,Melodie, Harmonie und Rhythmus von Tönen. Sie ist, wie allesSchöne, Ausdruck eines Lebens.
Solcher Ausdruck eines Lebens ist schon jeder Ton underst recht jeder Klang. Oben war die Rede von „kräftigen“Farben. Es wurde hinzugefügt: Was von diesen gelte, gelteauch von den „kräftigen“ Tönen oder Klängen. Ihre „Kraft“ist Kraft meines Wollens oder Tuns, aber in eigenartiger Weisein die Farben, bezw. in die Töne oder Klänge eingefühlt.
Es mufs aber hier, bei den Tönen, noch auf ein Momentbesonders hingewiesen werden. Wir geben inneren Erregungen— nicht in Farben, wohl aber in Lauten unmittelbaren Aus-druck. Diesen Lauten sind die Töne und Klänge der Musikverwandt, obzwar bald mehr bald minder. Und demgemäfserscheinen auch diese letzteren in unmittelbarerer Weise alsdie Farben als Ausdruck eines Inneren. Es scheint in ihnenunmittelbar ein Inneres sich zu verlautbaren, ein affektivesMoment, ein innerer Drang, ein Streben oder Wollen sich aus-zuströmen oder Luft zu schaffen. Damit erscheint zugleich die