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426 Farbe, Ton und Wort.
sich dem Bewufstsein im Auftreten des Bildes verrät; sie istmit einem Worte der Empfindungsvorgang im Gegensatz zumEmpfindungs i n h a 11.
Und diesen Empfindungsvorgang müssen wir nun, wennder Empfindungsinhalt von Lust begleitet ist, als einen Vor-gang von besonderer Einheitlichkeit betrachten; zugleich jenach der Höhe der Lust oder dem positiven „Interesse“, daswir an dem Empfindungsinhalt nehmen, als einen in sich mehroder minder reich differenzierten Vorgang.
Sehen wir nun aber hiervon im Weiteren einstweilen ab.In jedem Fall ist der Empfindungsvorgang, der einer gesehenenFarbe zu Grunde liegt, oder in welchem die Empfindung derFarbe besteht, jedesmal ein Vorgang, eine Erregung, eine psy-chische Bewegung von eigenartigem Charakter.
Dieser Charakter kommt in dem zugehörigen Empfindungs-inhalt zum Ausdruck; aber nicht vollkommen. Dies zeigt sichetwa in Folgendem.
Farben- und Tonempfindungen können etwas Gemeinsameshaben. Wir sprechen von tiefen Farben und von tiefen Tönen,und haben dabei das Bewufstsein, dafs das identische Prädikat„tief“ eine Gleichartigkeit der Farben- und Tonempfindung be-zeichnet. Wir sagen auch wohl direkt, der Vokal „U“ sei ver-gleichbar dem tiefen „Blau“. Andererseits scheinen uns helleFarben und hohe Töne innerlich verwandt.
Dies nun kann nicht heifsen, dafs in den Tönen undFarben, diesen Empfindungsinhalten, etwas Gemeinsamesliege. Diese Inhalte sind an sich schlechterdings unvergleichbar.Farben haben keine hörbaren, sowie Töne keine sichtbarenQualitäten. Ein bestimmtes Blau ist blau, dunkel, d. h. demSchwarz angenähert; es ist gesättigt, d. h. von grau möglichstweit entfernt. Damit ist das Blau völlig bezeichnet. Aberkeines dieser Prädikate kommt in dem Vokalklang „U“ vor.
Die Übereinstimmung zwischen dem tiefen Ton und dertiefen Farbe mufs also wo anders gesucht werden. Und mansieht leicht, wo allein sie gesucht werden kann.
Es besteht zunächst zwischen den beiden Erlebnissen,tiefe Farbe und tiefer Ton, eine Übereinstimmung hinsichtlich
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