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1 (1903) Grundlegung der Ästhetik
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424 Der Rhythmus. Neuntes Kapitel: Musikalischer Rhythmus u. Allgemeines.

Rhythmus als ein Teil seines Wesens, ja als sein eigentlichesWesen. Ich fühle mich selbst, aber eben in dem objektiv ge-gebenen Rhythmus.

So ist derRhythmus nicht mehr blofs diese Art der Folgevon Taktschlägen, Silben, Tönen, sondern er ist ein Lebens-element, in dem ich lebe, etwas, in dem und von dem ge-tragen, ich frei und heiter, oder traurig und sehnsuchtsvoll,erregt oder beruhigt, jubelnd oder klagend, zurückhaltend odervorwärtsstürmend, mit mir einstimmig oder innerlich ringendund kämpfend und siegend, mich selbst, ein ideelles und jenach der Höhe dieses objektivierten Selbstgefühles zugleichideales Ich realiter auslebe. Hiermit ist erst das ästhetischeWesen des Rhythmus eigentlich bezeichnet. Sein Sinn..liegtin dieserEinfühlung.