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1 (1903) Grundlegung der Ästhetik
Entstehung
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Der Rhythmus.

der Schwabe so:

l

Hier sehen wir bei beiden die Stimme in den Worten „dasLeben ist“ steigen. Nur steigt die Stimme beim Norddeutschensofort in der betonten Silbe von „Leben“, während der Schwabeauf dieser Silbe fühlbar ausruht, und demnach die Silbe herab-drückt, und erst in den nachfolgenden unbetonten die Tendenzder Steigung der Stimme zu ihrem Rechte kommt.

Diesen Gegensatz nun lasse ich im Folgenden zunächstaufser Acht. Ich setze die mir geläufigere mittel- und nord-deutsche Weise der Vorstellungsbewegung und des zugehörigenTonfalls der Stimme voraus. Die Modifikation, welche jedesmalentsteht, wenn die Tendenz des Ausruhens auf der betontenSilbe das Übergewicht gewinnt, mag in Gedanken jedesmalhinzugefügt werden. Auf den letzten inneren Grund des be-zeichneten Gegensatzes des Stimmtonfalls aber werde ich zurück-kommen.

Fünftes Kapitel: Formen der rhythmischen Bewegung.

Betonung und Tonhöhe.

Mit dem soeben Gesagten habe ich bereits der genauerenBetrachtung der rhythmischen Bewegung vorgegriffen. Ichwende mich jetzt zur systematischeren Einzelbetrachtung.

Ich redete von Haupttönen. Auch der Gegensatz vonHochton und Tiefton wurde erwähnt. Scheiden wir jetzt aus-drücklich die hierin liegenden beiden Elemente: Die Stärke desTons, und seine Höhe und Tiefe, die Betonung selbst, und dieStimmlage, in welcher sie gesprochen wird. Diese beidenElemente stehen sich ja als durchaus verschiedene gegenüber.Die Höhe oder Tiefe der Stimme ist ein zur Betonung hinzu-kommendes Moment; und sie hat nicht nur Bedeutung für