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Der Rhythmus.'
dafs sie poetisch ist, sondern darin, dafs sie Sprache ist. Esgeschieht zunächst in der Sprache des gewöhnlichen Lebens.Ein Gesetz der Sprache überhaupt liegt hier vor.
Diesem Gesetz begegnen wir in der Sprache überall. Dienatürliche elementare Bewegungseinheit in unserem inneren Tunkommt aber sprachlich zum Ausdruck in dem einfachen Satz.Demgemäfs schlierst jeder Satz jenen Gegensatz der beidenHauptbetonungen in sich.
Ich sage etwa: „Der Himmel ist blau“; dann betone ich dieerste Silbe von „Himmel“, und ich betone das „blau“. Diebeiden Betonungen stehen sich deutlich als relativ gleichwertigegegenüber; sie halten den Satz sozusagen auseinander, dehnenihn zur Linie.
Wohl kann ich auch das eine Mal ausschliefslich jene, dasandere Mal ausschliefslich diese Silbe betonen. Aber dann sprecheich nicht einen selbständigen Satz aus, sondern beantworte dieFrage: Was ist blau, bezw. die Frage: Wie ist der Himmel?Oder ich will zu verstehen geben, nicht irgend etwas sonst seiblau, sondern der Himmel; bezw. der Himmel habe nicht irgendwelche sonstige Farbe, sondern er sei blau. In jenem Falleaber besteht die gedankliche Einheit in der Verbindung vonFrage und Antwort, in diesem Falle in der Gegenüberstellungder beiden Urteile. Vollziehe ich aber diese Verbindung oderGegenüberstellung, füge ich also etwa zur Frage: Was ist blau?die Antwort: Der Himmel ist blau, so habe ich in diesemGanzen wiederum die beiden Hauptbetonungen, die erste auf„Was“, die zweite auf der betonten Silbe von „Himmel“.
Dieser Sachverhalt nun kehrt wieder beim einfachen „rhyth-mischen Satz“. Dieser einfache „rhythmische Satz“ ist aber nichtsanderes als die „elementare rhythmische Bewegungseinheit“. Ichsagte schon: Auch diese besteht im Gegensatz und Gleichgewichtauseinander liegender Hauptpunkte oder Hauptbetonungen.
Hochton und Tiefton.
Diesen Gegensatz bestimmen wir nun aber sogleich näher.Zunächst wiederum beim sprachlichen Satz. In jenem Satz: