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Der Rhythmus.
diese eigene und eigentätige Bewegung in dem rhythmischenGanzen. Diese ist erfreulich nach dem Mafse ihrer Kraft, ihrerEinheitlichkeit und ihrer inneren Differenziertheit.
Hier liegt uns aber speziell an der Differenziertheit. Einesolche ist zunächst gegeben, indem durch die einzelnen Wortfüîsejenes Tun in einzelne Akte zerlegt wird. Aber diese einfacheZerlegung genügt nicht. Sie mufs sich darstellen als leben-diger Gegensatz des Zerlegten. Dann erst kann das Tunein kraftvolles sein. Vielmehr, es ist dann erst ein eigent-liches Tun.
Es gibt keine Tätigkeit, so wurde schon in der „Raum-ästhetik“ gesagt, ohne Gegentätigkeit oder Gegentendenz, dieüberwunden oder der standgehalten wird. Alle Tätigkeit oderalles Tun vollzieht sich im Wechselspiel der Tätigkeiten undGegentätigkeiten oder Gegentendenzen, in der „Spannung“ zwi-schen beiden.
Zugleich kann doch das Wesen des Rhythmus nicht imeinfachen Dasein einer solchen Spannung bestehen. Sondernes muss ein freies Sichausleben sein in solchem Gegensatz odersolcher Spannung, und durch sie hindurch. Es mufs sich dar-stellen als ein Wechsel der Spannung und Lösung, und der er-neuten Spannung und Lösung, und als ein Sichausleben indiesem Wechsel.
Dies nun ist es, was in der einfachen Folge reiner Jamben,Daktylen u. s. w. fehlt.
Dabei ist aber freilich noch besonders zu betonen, dafs essich .hier um ein Tun handelt, das im Nacheinander sichverwirklicht.
Dies will folgendes heifsen : Die einfache Wiederholunggleicher Glieder ist nicht etwa an sich mifsfällig. Sie gefällt aufräumlichem Gebiete. Wir sehen an einem gotischen Bauetwa Pfeiler und Pfeiler, Fenster und Fenster in gleichemRhythmus sich wiederholen. Oder ein einfacheres Beispiel:das Astragal. Es folgen sich in ihm in regelmäfsiger Weise,ohne Wechsel oder Umkehrung in der Art der Folge derElemente, lange und kurze, gestreckte und in sich zusammen-gezogene Glieder. Wir bemerken nichts, was dem Wechsel