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1 (1903) Grundlegung der Ästhetik
Entstehung
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Der Rhythmus.

Daktylus und Anapäst.

Indessen dem bezeichneten Moment, der unmittelbarenNähe des ersten und dritten Elementes an dem mittleren,tritt nun das ehemals schon bezeichnete Moment entgegen:Indem ich einerseits das erste, und andererseits das dritteElement dem mittleren unterordne, vollbringe ich qualitativverschiedene und sich relativ widerstreitende Funktionen. Dortnimmt so sagen wir dies hier genauer die fortgehendeAuffassungstätigkeit auf dem Wege zu einem Element einvorangehendes mit; sie zielt von jenem, und durch dasselbe,auf dieses. Hier dagegen wendet sie sich von einem späterenElement zurück, und bezieht dasselbe auf das vorher gegebene.Oder vom Standpunkt des mittleren Elementes aus betrachtet:Dort hält die auf das mittlere Element gerichtete Apperzeption einvergangenes Element fest, um es in dies mittlere hineinzunehmen;sie blickt also zurück. Hier dagegen wendet sie sich nach vor-wärts zu einem neuen, erweitert den bereits vollzogenen Aktder Apperzeption, um das neue in denselben aufzunehmen.Kurz, von welchem Element aus wir die Sache betrachten,immer stehen sich der Blick nach vorwärts und der Blick nachrückwärts entgegen. Immer widerstreitet der natürlichen Ten-denz der Auffassungstätigkeit, in einer einzigen, einmal ein-geschlagenen Richtung zu bleiben, die Nötigung, zugleich nachentgegengesetzter Richtung sich zu wenden.

So ist die Vereinigung von drei Elementen in der Formdes Amphibrachys einerseits zwar, weil sie einem Element dieunmittelbar benachbarten unterordnet, die natürlichste, anderer-seits doch wiederum vermöge des Gegensatzes, den sie insich schliefst, nicht die natürlichste. Sie ist die geschlossenste,und doch qualitativ uneinheitlich, weil mit diesem Gegensatzbehaftet. Sie kommt nur zustande, indem die entgegengesetztenWeisen der apperzeptiven Tätigkeit sich die Wage halten.

Dagegen ist dieser Gegensatz vermieden in der Zusammen-fassung von drei Elementen zum Daktylus und Anapäst. Injenem nimmt die apperzeptive Tätigkeit zu einem ersten Ele-ment ein zweites, und durch dasselbe ein drittes hinzu; in