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Der Rhythmus.
Regelmäßiger Wechsel der Betonung.
Wie nun aber komme ich zu jener regelmäfsigen Betonungdes ersten von zwei Taktschlägen? Wie zunächst kommeich überhaupt zu solchem regelmäfsigen Wechsel? Daraufkönnen wir zunächst antworten mit dem Hinweis auf eine all-gemeine Tatsache. Es ist die Tatsache oder das Gesetz, dafsin unserem psychischen Geschehen überall natürlicherweiseein Wechsel der Spannung und Entspannung der Aufmerk-samkeit stattfindet. In jeder Auffassung eines Mannigfaltigenzeigt sich dieses Gesetz. Die Aufmerksamkeit erfafst einenTeil oder ein Element des Mannigfaltigen, spannt sich angesichtsdesselben, dann läfst sie ihn los, entspannt sich eben damit,spannt sich wiederum angesichts eines neuen Teiles oderElementes des Mannigfaltigen u. s. w.
Und dazu tritt nun das uns von früher her wohlbekannteGesetz der Gleichförmigkeit des sukzessiven psychischen Ge-schehens, insbesondere ,der Gleichförmigkeit des apperzeptivenTuns. Dasselbe besagt in unserem Falle: Habe ich einmal inbestimmter Weise begonnen, mich innerlich zu spannen undzu entspannen, so besteht in mir die Tendenz, in diesemWechsel oder dieser Aufeinanderfolge von Spannung und Ent-spannung zu verbleiben.
Dies beides zusammen ergibt das Gesetz oder die Tendenzdes regelmäßigen Wechsels der Betonung.
Objektive „Betonung“.
Diese Tendenz besteht angesichts der regelmäfsigen Folgegleicher Taktschläge. Eine solche war bisher vorausgesetzt.
Nehmen wir aber jetzt an, es bestehe ein dieser Tendenzentsprechender objektiver Rhythmus, d. h. in unserem Falle, essei jedesmal von zwei Schlägen der Reihe der erste objektivbetont, d. h. er klinge lauter. Dann beansprucht jedesmalder lautere Taktschlag die Auffassungstätigkeit in höheremGrade; er fordert eine stärkere Spannung derselben. Esfindet also jetzt eine Übereinstimmung statt des objektiv Ge-