Drittes Kapitel: Die Stilisierung.
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Schliefslich ist aber auch der die Dinge umgebende Raumnicht leer, sondern von Leben erfüllt. Er ist eben doch die
Fortsetzung.des..Raumes, den das Ding erfüllt, und geht in
diesen stetig über; er ist also mit ihm ein und derselbe RaunZudem ist er der Raum, in welchen hinein der Mensch und diDinge tätig sind, und aus dem heraus der Mensch die Lebensluft einatmet. Damit nimmt der Raum an der Lebendigkeit deMenschen und der Dinge teil. Umgekehrt lebt das Ding irRaume. Es lebt sein eigenes Leben, lebt aber zugleich daallgemeine Leben des Raumes mit.
Man hat das Raumgefühl zurückzuführen gesucht auAugenbewegungen. Die Freude am Raume soll die Freude anmeinen Augenbewegungen sein, flier vergleiche man, wasehemals über die ästhetische Bedeutung, oder richtiger, dieästhetische Bedeutungslosigkeit der Bewegungsempfindungenund Bewegungsvorstellungen gesagt wurde.
Jene „modernen Linien“, von denen oben die Rede war,können uns jetzt noch als Ausgangspunkt dienen für eine Be-trachtung, die in besonderem Mafse geeignet ist, den Zu-sammenhang zwischen der geometrischen Linie und den all-gemeinen Gesetzmäfsigkeiten des Geschehens in der Natur unsunmittelbar eindringlich zu machen.
Ich sagte von den fraglichen Linien, sie seien nicht un-mittelbar mechanisch, wohl aber menschlich verständlich. Siesind dies, analog wie die Formen der Natur. Auch bei diesenja ergibt sich nicht Eines aus dem Andern mit erkennbarermechanischer Notwendigkeit, sondern nach Naturgewohnheitenund Naturlaunen. Jene Linien bedeuten also eine Annäherungan die Willkürfreiheit der Naturobjekte, an ihr im Einzelnenkeiner Regel gehorchendes Spiel.
Drittes Kapitel: Die Stilisierung.
Allgemeines.
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