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1 (1903) Grundlegung der Ästhetik
Entstehung
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Der Mensch und die Naturdinge.

fassen. Sie ist undefinierbar und unanalysierbar, ein unbe-stimmtes, fliefsendes, schwebendes, unsagbares Etwas. Unddennoch ist mein Gefühl bewuîsterweise darauf bezogen. Ichweifs unmittelbar, das Gefühl gilt nicht diesem oder jenem, wasich erlebe, vorstelle, denke, sondern es gilt dieser allgemeinenWeise des gegenwärtigen psychischen Lebensablaufes, kurz derStimmung.

Stimmungen in der Natur.

Solcher Art sind nun auch die Stimmungen, die ich inästhetisch betrachteten Objekten finde, und die Stimmungs-gefühle, die ich ihnen gegenüber habe; etwa die Stimmung, diefür mich in einer Landschaft liegt, und das Stimmungsgefühlangesichts solcherStimmungslandschaft.

Träger solcher Stimmungen sind, wie oben gesagt, vorallem Luft, Licht, Schatten, Dunkel, Wärme, Kühle, Wolken,Wasser. Dies ist begreiflich, wenn wir bedenken, was dieseNaturelemente für uns sind: Nicht, oder nicht allein, Trägerbestimmter einzelner Lebensfunktionen, sondern Träger einerallgemein belebenden Wirkung, meine Gesamtlebensbetätigungsteigernd, belebend, beschleunigend, erleichternd, befreiend oderberuhigend, zurückhaltend, spannend und lösend. Dies allesnun sind nicht einzelne Erlebnisse und Zusammenhänge vonsolchen, sondern es ist eine Stimmung im oben bezeichnetenSinne.

Diese Stimmung findet sich in mir; sie ist meineStimmung. Aber sie kommt aus der Natur, in welcher dieseLebenselemente walten und herrschen. Und so scheint dieStimmung in der Natur zu liegen; ich finde sie in der unmittel-baren Betrachtung an jene Elemente gebunden.

Und auch hier ist das Stimmungsgefühl, entsprechend demGrunde seiner Entstehung, nicht bezogen auf das Einzelne, vorallem auf die einzelne Form, und auf die inhaltlich bestimmtenLebensbetätigungen, die darin sich aussprechen. Aber auchnicht auf das Ganze, als das die einzelnen Lebensbetätigungen inbestimmter Weise Zusammenschliefsende. Sondern es geht oderzielt auf etwas, das auch von diesem Ganzen verschieden ist,