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Der Mensch und die Naturdinge.
Stimmungsgefühl. Auch das Gefühl, das auf ein umfassendesGanzes, als Ganzes, oder im Ganzen, bezogen erscheint, ist nichtohne weiteres ein Stimmungsgefühl. So ist das Gefühl, dasmir aus der Betrachtung einer menschlichen Gestalt im Ganzen,aus ihrer Gesamtform, dem Aufbau und Verhältnis derTeile u. s. w. erwächst, kein Stimmungsgefühl. Der Eindruck,den ich aus der Betrachtung des menschlichen Körpers gewinne,hat sogar mit Stimmung möglichst wenig gemein. Es ist darumauch unter allen Künsten die Plastik am wenigsten Stimmungskunst,flier hat eben das Gefühl im höchsten Grade den Charakter desgegenständlich Bestimmten. Und dabei ist es gleichgültig, obich den menschlichen Körper oder die Statue in ihren Einzel-heiten oder im Ganzen betrachte.
Wollen wir verstehen, was Stimmungen sind, so müssenwir unseren Blick zunächst nach anderer Richtung lenken.Achten wir zuerst auf Stimmungen des gewöhnlichen Lebens.Es ist mir etwas höchst Ärgerliches, vielleicht Beschämendeswiderfahren. Jetzt aber ist meine Aufmerksamkeit nicht mehrdiesem Begegnis, sondern neuen Erlebnissen zugewendet, diezu jenem Begegnis in keinem Zusammenhang stehen.
Aber das beschämende Begegnis wirkt in mir hach. Da-durch werden die neuen Erlebnisse inhaltlich keine anderen.Ich erlebe genau, was ich erleben würde, wenn mir der Argeroder die Beschämung erspart geblieben wäre. Aber die Weise,wie ich das Neue erlebe, erfährt eine Änderung. Die Freiheitund Ruhe meiner Auffassung desselben, meiner Hingabe an das-selbe ist getrübt. Die psychischen Vorgänge laufen, ohne inhalt-lich sich zu verändern, in mir anders ab, nämlich eben in ver-minderter Freiheit und Ruhe. Und diese veränderte Ablaufsweisedes psychischen Geschehens, die besondere Rhythmik diesesAblaufes, der Gesamtcharakter meines psychischen Erregtseins,das ist die Stimmung.
Und daran heftet sich das Stimmungsgefühl. Dasselbe hatin dieser Ablaufs weisedes psychischen Geschehens, oder dieserallgemeinen Rhythmik desselben, seinen unmittelbaren Grund.Es hat ihn nicht in den inhaltlich bestimmten gegenwärtigenErlebnissen. Es hat ihn auch nicht in dem ärgerlichen oder