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1 (1903) Grundlegung der Ästhetik
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Der Mensch und die Naturdinge.

zusammengehörig. Es trägt diese innere Einheitlichkeit, ver-möge seiner Qualität, in sich.

Davon nun ist bei der angenehmen Folge von Speisenkeine Rede. Es erscheint mir nicht in der zusammenfassendenBetrachtung das Ganze aus den sich folgenden Geschmäckenin sich selbst als Träger einer erfreulichen inneren Einheitlich-keit, sondern es ist nur einfach jeder folgende Geschmack fürsich lustvoll, weil jetzt das Organ dafür möglichst disponiertoder möglichst wenig abgestumpft ist. Kurz, jeder einzelneGeschmack ist mir angenehm, aber das Ganze als Ganzes, alseinheitlicher Gegenstand der zusammenfassenden Betrachtung,trägt keinen davon verschiedenen Grund der Freude in sich.

Als Gegeninstanz gegen das oben Gesagte könnte weiterder Tastsinn angeführt werden, der ein Bild körperlicher Gegen-stände zu geben vermöge. Aber hier fehlt nun das Zweite,der Anlaîs zur Einfühlung. So gewifs gesehene Formen un-mittelbar Impulse zu Bewegungen zurinneren Nachahmung in sich schliefsen, so wenig ist dies, soviel wir wissen,beim Tastsinn der Fall. Genauer gesagt, es liegt nicht in derblorsen Betrachtung der Bilder räumlicher Formen, welchedas Betasten von Gegenständen ergibt, unmittelbar derin-stinktive Antrieb zum innerenNachmachen.

Freilich kann darüber schliefslich nur der Blinde völligsicher entscheiden. Dem Sehenden mag das Betasten einesGegenstandes, etwa einer Statue, ein deutlicheres Bild gewisserFormen verschaffen. Dies ist dann doch nur eine Unterstützungdes Gesichtssinnes.

Dies alles schliefst doch nicht aus, dafs die Inhalte der nie-deren Sinne zum ästhetischen Eindruck der Dinge einen Bei-trag liefern können. Sie können und müssen es, soweit wirauch in ihnen unmittelbar uns selbst zu erleben vermögen.

Aber zu dieserEinfühlung können wir nun nicht auf demWege gelangen, auf dem wir zur Einfühlung in das Sichtbareund Hörbare gelangen.

Wir geben unserem Körper eine sichtbare Form, undbringen Laute hervor, und geben durch beides unser Innereskund. Es gibt Ausdrucksbewegungen und Ausdruckslaute. Da-

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