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1 (1903) Grundlegung der Ästhetik
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Der Mensch und die Naturdinge.

meinem Apperzipieren. Die das Ganze umfassende Apper-zeptionstätigkeit fafst sich, fafst also das Ganze, in einemherrschenden Teile mehr oder minder zusammen. Damit istdie Einheit gesteigert. Es ist die neue Einheit gewonnen, dieeben in dem Zusammengefafstsein in einem Teile besteht. Aberauch diese Unterordnung oder dieses Herrschen wird jetzt zueinem Sichunterordnen und Herrschen im Sinn der mensch-lichen Unterordnung und Herrschaft. Eine Gebirgsmasse wirdnicht nur von mir in einem alle anderen Berge überragendenBerg zusammengefafst, sondern sofern jener überragende Bergdiese Zusammenfassung fordert, der Berg fafst das Ganzein sich zusammen. Er herrscht darüber, und zwar int vollenSinn des Wortes, mehr oder minder stolz und gebieterisch.Im gleichen Sinne beherrscht ein mächtiger Baum seine Um-gebung u. dgl.

Ich sagte ehemals, das auf seinem Platze stehende Denk-mal beherrsche den Platz, und es scheine beengt, wenn derPlatz zu eng wird. Ein solches Denkmal ist kein Naturobjekt.Aber ich ziehe dasselbe hier nicht in Betracht, sofern es dieseoder jene künstlerische Form hat, sondern einzig als die Um-gebung beherrschende Masse. Auch hier nun wiederum besagtdas Herrschen zunächst: Die Auffassung des Denkmals herrschtin meiner einheitlichen Auffassung des Platzes. Und Analogesbesagt die Beengung: Ich fühle mich beengt in meinem Streben,zu dem Denkmal weiteren Raum hinzuzunehmen. Diesen ganzenSachverhalt aber objektiviert die ästhetische Einfühlung. Fürsie verhält es sich so: Das Denkmal herrscht; es tut dies wieein Mensch sein Eigentum oder die Sphäre seines Willensbeherrscht; es füllt den Raum in diesem Sinne herrschendaus. Und das Gleiche gilt von der Einengung: Das Denkmalselbst ist, wenn der Platz zu eng wird, in dieser seiner Herr-schaft beengt. Wie die Herrschaft, so fühlen wir auch dieEinengung in das Denkmal hinein. Dabei ist das Herrschendeder in der Masse liegende Wille. Ebenso erfährt dieser Wille,oder diese vor mir stehende Individualität, die Einengung.Diese Individualität ist beengt, so wie ich im engen Raumemich beengt fühle.