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1 (1903) Grundlegung der Ästhetik
Entstehung
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Der Mensch und die Naturdinge.

Der Baumhat Teile, erhat einen Stamm,hat Aste,Zweige u. s.w. Erhat sie; er ist also nichts von allem dem;er ist etwas davon Verschiedenes. Und er ist etwas in allemdem, oder allem dem gegenüber, Wirkendes. DiesHaben isteben doch nicht einfach das räumliche Zusammensein der Teiledes Baumes mit anderen Teilen. Sondern es ist das Besitzen,das Indergewalthaben, das Machthaben über etwas. Es ist dies,dafs der Baum in den Ästen, Zweigen u. s. w. sich betätigt.Es ist dasHaben in dem Sinne, in welchem ich Gliederhabe. Und dies bezeichnet nicht ein räumliches Zusammen-sein das hier gar keinen Sinn hätte, daich keinen Orthabe, sondern es bezeichnet die fühlbare aktive Beziehung,in welcher ich zu meinen Gliedern stehe.

Schliefslich ist auch dies, dars ein Ding Eigenschaftenhat, dafs dieselben ihmeigen sind, ihmzugehören, derAusdruck für eine solche Abhängigkeit, wie sie besteht zwischenmir oder meinem Willen, und demjenigen, was mir zu eigenist, mir zugehört u. s. w.

Die Einheitsapperzeption, von der ich oben redete, schliefst,wie gesagt, die Mehrheitsapperzeption nicht aus. Vielmehrbesteht die Tendenz, die Einheiten zu gliedern. Umgekehrtbesteht die Tendenz, Einheiten wiederum zu höheren Einheitenzusammenzuschliefsen.

Auch dies ist für uns in diesem Zusammenhang wichtig.Ich verbinde nicht nur das Mannigfaltige des Baumes zur Ein-heit des Baumindividuums, sondern ich schliefse wiederumBäume zu Einheiten aus Bäumen zusammen. Ich verbindenicht nur das Mannigfaltige des Berges zur Einheit des Berges,sondern fasse wiederum Berge zusammen zur Einheit einesGebirges. Schliefslich fasse ich alle Dinge zusammen zurEinheit der Natur oder des einen Naturzusammenhanges. Auchhierin liegt jedesmal eine Einfühlung, oder es ist eine solchevorausgesetzt. Der Berg ist ein Individuum; aber auch dasGebirge ist wiederum ein solches; schliefslich ist die ganzeNatur ein einziges Individuum. Es gibt für uns, in vielenStufen, Individuen, die wiederum Individuen in sich schliefsen,oder in solche sich scheiden.