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Der Mensch und die Naturdinge.
des Baumes sind da durch den Stamm; sie wären nicht da, oderwären nicht an ihrer Stelle, ohne ihn. Und der obere Teil desFelsen wäre nicht da, wo er ist, ohne den unteren. Der untereTeil nötigt mich, den oberen als da oben seiend und verharrendzu denken. Er „trägt“ ihn. Auch dieses „Tragen“ ist ein in dieunteren Teile des Felsen eingefühltes Tun, die Verwirklichungeines Strebens. Es ist seinem Ursprünge nach wiederum nichtsals das von mir erlebte, erfahrungsgemäfse Streben, oder dieerfabrungsgemäfse Nötigung, um des unteren Teiles des Felsenwillen den oberen an seiner Stelle verharrend zu denken.Damit zugleich hat der untere Teil des Felsen eine „Kraft“. Daes in dem Felsen überall untere und obere Teile gibt, so sindin dem Felsen überall solche „Kräfte“ des „Tragens“. Zu ihnenkommt die Schwere, die Härte, die Festigkeit u. s. w. Auchdies sind Kräfte, Strebungen, Aktivitäten, die wir in denFelsen einfühlen.
Auch jenes im Tragen bestehende Tun nun verläuft notwendigin der Zeit. Wie aber ist dies möglich, wenn doch der Felsein simultan Gegebenes ist?
Die Antwort hierauf ist gegeben, wenn wir bedenken, dafsI der bezeichnete Gegensatz des Simultanen und des Sukzessivenin unserer Betrachtung doch auch wiederum nicht besteht.Die Betrachtung selbst hebt ihn auf. So gewifs der vor mir sichauftürmende Fels simultan gegeben ist, so gewüs vollzieht sichmeine Auffassung desselben naturgemäfs sukzessiv. Ich fassenacheinander in stetigem Zuge Teil um Teil auf. Dadurchentsteht der Fels. Nicht an sich oder in physikalischer Wirk-lichkeit. Es entsteht auch nicht das Gesichtsbild desselben.Sondern der Fels entsteht in meiner Auffassung oder für meineAuffassungstätigkeit. Der Fels als Gegenstand meiner Auf-fassung aber, dies ist es allein, worum es sich hier handelt.
Damit ist der Gegensatz des Sukzessiven und des Simul-tanen — nicht überhaupt, aber soweit er hier in Betracht kommt,aufgehoben. Und damit verstehen wir, wie auch beim Felsendas Verursachen für uns ein Tun sein kann.
Die Erwähnung dieser sukzessiven Apperzeption führt unsnun aber zu einer weiteren allgemeinen Einsicht. Wir sind