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1 (1903) Grundlegung der Ästhetik
Entstehung
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Der Mensch und die Naturdinge.

dieses Herabsinken ein Tun des Steins, genau so wie meineHebung des Steins mein Tun ist. Umgekehrt ist das, wasmir trotz meines Widerstrebens geschieht, ein Erleiden. Gesetztalso, ich hebe den Stein, so erleidet derselbe etwas. Was ihmhiermit geschieht, geschieht ihm ja im Gegensatz zu seinemWiderstreben, ln jenem Falle ist der Stein aktiv, in diesempassiv. Auch dies Tun und Erleiden, diese Aktivität undPassivität ist an sich nichts als ein eigenartiges Gefühlserlebnis;aber der Inhalt solcher Erlebnisse erscheint jedesmal an denStein gebunden.

Und wiederum findet Gleichartiges statt bei jenem blofsen„gedanklichen Versuch“. Damit vervollständigt sich die„Einfühlung“.

Natureinfühlung und Kausalität.

Das Streben, die Kraft, das Tun und Erleiden, das für unsin den körperlichen Dingen liegt, habe ich hier in der Weiseverständlich gemacht, date ich von den realen, und weiterhinvon den gedanklichen Wechselbeziehungen zwischen mir undden Dingen ausging. Aber es bedarf der Berufung hieraufnicht. Es gibt einen andern Weg, auf welchem die Dinge inunmittelbarerer Weise Gegenstand solcher Einfühlung werdenkönnen und müssen.

Bleiben wir beim Beispiel des Steines: Ich stelle mir jetzteinfach einen Stein in der Luft schwebend vor. Solche in der Luftschwebende Objekte habe ich immer fallen sehen. Demgemäfsbesteht in mir jetzt ein erfahrungsgemäfses Streben, den Steinfallend zu denken. Auch jetzt „sehe“ ich ihn fallen, nur ebenmit den Augen meiner Phantasie. Und an dieses Fallen istunmittelbar jenes Gefühlserlebnis des Strebens gebunden, demehr meine Aufmerksamkeit auf den in der Luft schwebendenStein gerichtet ist, und die Erfahrungen, die ich mit Bezugauf solche in der Luft schwebende Objekte gemacht habe, inmir zur Wirkung gelangen, desto mehr macht sich diesesStreben geltend. Ich erlebe es in dem Mafse, als ich be-trachtend in dem Objekte bin oder weile. Hier haben wir