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1 (1903) Grundlegung der Ästhetik
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Der Mensch und die Naturdinge.

der positiven Bewertungseelischer Inhalte können wir schliefs-lich zusammenfassen in dem Einen: Gegenstand unserer posi-tiven Wertung ist jedes Leben und jede Lebensmög-lichkeit, nämlich genau soweit dies Leben wirkliches, d. h.positives Leben ist, nicht Negation des Lebens oder derLebensmöglichkeiten, Mangel, Schwäche oder Zeichen der-selben. Und wir können gleich hinzufügen: Unwert ist unsjede solche Negation.

j Und damit ist nun zugleich der Sinn alles Schönen be-! zeichnet. Aller GernOs der Schönheit ist Eindruck der in einem; Objekt liegenden Lebendigkeit und Lebensmöglichkeit; und alleHäfslichkeit ist ihrem letzten Wesen nach Lebensnegation, -vMangel des Lebens, Hemmung, Verkümmerung, Zerstörung, Tod. j

Der menschliche Körper. Elemente derRegel-mäfsigkeit.

Diese Sätze nun haben wir im folgenden zu rechtfertigenund zugleich näher zu bestimmen. Wir beginnen dabei mitdemjenigen schönen Objekt, in welchem der seelische Inhalt,oder, wie wir jetzt auch sagen können, der Gehalt anLeben und Lebensmöglichkeiten in unmittelbarster Weise ein-leuchtend ist.

Dieses Objekt ist der Mensch, so wie er unseren Sinnensich darstellt. Der Mensch ist für den Menschen das schönste,zugleich auch wiederum das härslichste der sichtbaren Objekte.

Ehe ich darauf eingehe, sei zunächst noch eine kurze Vor-bemerkung verstattet: Der Mensch gehört mit zu den Natur-objekten. Die allgemeinen Bedingungen der Schönheit derNaturobjekte bestehen demgemäfs auch für den Menschen.Auf Grund davon könnte man erwarten, dafs ich mit diesenmeine Betrachtung begänne.

Dies ist indessen nicht meine Absicht, sondern ich will hierden Menschen sogleich in seiner Besonderheit betrachten. Ichwill reden von der spezifischen Schönheit des menschlichenKörpers, und den spezifischen Bedingungen derselben. Ich willdies tun, weil im Menschen der Schlüssel zum Verständnis