Erstes Kapitel: Einleitendes zur Frage der Einfühlung.
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Ein andermal ist mein Tun auf praktische Zwecke gerich-tetes Tun. Es ist das Wollen praktischer Zwecke, und dasVollbringen. Auch hier~ist ditTHöhe der LüsFgebu'nden an dieKraft des inneren Tuns, an den Reichtum seiner Inhalte, unddie Einstimmigkeit des Tuns mit sich, und seine Zusammen-fassung in einheitlichen Zielen.
Schliefslich ist mein Tun vielleicht auch nur das Tun,das besteht im Erfassen und Festhalten eines Gegenstandes,die in sich einstimmige, also innerlich freie Zuwendung zueinem Wahrgenommenen oder Vorgestellten, und die freie Wieder-abwendung, das aktive Hin- und Hergehen, das Zusammenfassenund Gliedern, das Eindringen, das innerliche Aneignen undBeherrschen.
Hier ist zugleich ersichtlich, wie das Tun mit dem gegen-ständlichen Erleben Zusammengehen kann, und bald mehr, baldminder Zusammengehen wird. Ein Objekt, das mir zu teil wird,erfreut mich; zugleich ist erfreulich mein freies Erfassen, Fest-halten, oder mein Vermögen dazu, die kraftvolle Hingabe. Esist auch eine schöne Sache um die Genufsfähigkeit, die ebenin solcher Kraft und Freiheit des Erfassens und der Hingabebesteht.
Lust und Passivität.
Der Aktivität scheint die Passivität, dem Tun das Erleidenentgegengesetzt. In der Tat gibt es ein Erleiden, das zumTun im vollen Gegensätze steht, eine Passivität, die die blofseNegation ist der Aktivität. Aber es gibt auch ein Erleidenanderer Art. Ein Erleiden kann, ohne dafs es aufhört, Erleidenzu sein, ein Tun oder eine Aktivität in sich schliefsen.
Ein dreifaches Erleiden dieser Art lärst sich unte,scheiden.Einmal: Ich leide, aber ich halte im Leiden Stand, ringe da-gegen, überwinde es vielleicht schliefslich. Hier ist die Aktivitätreine, nur eben gegen das Leiden gerichtete Aktivität.
Es gibt aber auch zweitens ein tiefes Erfafstsein vomLeiden, eine Fähigkeit des Leidens, in welcher Aktivität liegt.Die Heftigkeit des Leidens kann Schwäche sein, Unfähigkeit,