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1 (1903) Grundlegung der Ästhetik
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Viertes Kapitel: Prinzip der monarchischen Unterordnung.

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Aber alles scheint ihr untergeordnet. Alles steht zu ihr in Be-ziehung. Alles gehört zur Mühle. Die Landschaft in der Um-gebung der Mühle ist nicht diese Landschaft, sondern sie istdieUmgebung der Mühle. Die Personen sindStaffage fürdie Mühle. Dafs es so ist, und sonach das Ganze in der Mühlesich zusammenfarst, dies eben gebe ich durch jene Bezeichnungder Landschaft, alsdie Mühle, zu erkennen.

Aus solchen Beispielen leuchtet deutlich die besondereästhetische Bedeutung dieser monarchischen Unterordnung ein.Auch diese Art der Unterordnung schafft Einheit. Aber sieschafft Einheit von ganz besonderer Art. Nicht mehr blofseEinheitlichkeitwie die Unterordnung unter, oder die Einordnungin ein Gemeinsames, sondern Einheit in einem Punkte. Diesist Einheit von besonderer Innigkeit.

Und damit nun wird dem ästhetischen Grundgesetz, daseben ein Gesetz der Einheit ist, in besonderem Mafs ent-sprochen. Es wird dem Bedürfnis der Einheitsapperzeption inbesonderer Weise genügt. Die auffassende Seele hat hier inganz eigenartiger Weise Vieles in Einem. Daraus ergibt sichein Zuwachs an ästhetischer Befriedigung.

Diese Unterordnung ist, wie gesagt in gleicher Weise,wie die Unterordnung unter, oder die Einordnung in ein Ge-meinsames immanente Unterordnung oder Unterordnung imNebeneinander. Hinzugefügt mufs werden, dafs auch das Ver-hältnis der beiden Arten der Unterordnung zueinander hierdas Gleiche ist wie dort. Dies heilst insbesondere: Die Unter-ordnung im Nebeneinander kann zugleich mehr oder mindermit Rücksicht auf das Ganze als eine immanente Unterordnungsich darstellen. Die Unterordnung etwa eines gotischen Domesunter den Turm, um dies neue Beispiel zu erwähnen, ist zu-gleich, an der Stelle, wo sie unmittelbar sich vollzieht, eineimmanente Unterordnung der Längenentwickelung des Ganzenunter seine Höhenentwickelung.

Bedingungen der monarchischen Unterordnung.

Dafs die Unterordnung eines Ganzen unter ein herrschen-des Element dem Bedürfnis des Geistes oder der Natur der

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