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Die allgemeinen ästhetischen Formprinzipien.
sorption“. Jede apperzeptive Unterordnung ist eine solcheAbsorption.
Statt der Gesamtwelle, von der ich oben sprach, könnte ichauch eine Gebirgsmasse setzen, statt der Einzelwellen oder ein-zelnen Wellenhöhen die herausragenden Berggipfel. Bleiben wirbei diesem Bilde, dann entspricht der monarchischen Unter-ordnung die Gebirgsmasse, die sich in einem überragenden Gipfelzusammenfafst, derart, dafs die sonstigen Höhen nach diesemGipfel hingravitieren, als Vorhöhen oder Ausläufer, als Ansätzeund Absätze, kurz als untergeordnete und anhängende Teiledieser überragenden und sie alle in sich befassenden und zurEinheit zusammenschliefsenden Höhe erscheinen.
Von einem „Prinzip“ der monarchischen Unterordnung ist hierdie Rede. Damit ist zunächst die in der Natur der Seele liegendeTendenz zum Vollzug einer solchen Unterordnung bezeichnet.Jetzt fragt es sich aber, wie weit ein ästhetisches Objekt dieserTendenz „entgegenkommt“. Aus solchem Entgegenkommen er-gibt sich eine erhöhte Lust an dem Objekte.
Dies „Entgegenkommen“ nun findet statt in dem Mafse,als das ästhetische Objekt ein qualitativ einheitliches Ganzeist, zugleich aber in ihm ein Element oder Teil seiner Naturnach beherrschend heraustritt, sich heraushebt, sich verselb-ständigt, irgendwie ausgezeichnet oder „betont“ ist, kurz geeigneterscheint, in besonderer Weise die Aufmerksamkeit auf sich zuziehen. Je mehr dies der Fall ist, umsomehr fordert diesElement dazu auf, die anderen Elemente ihm apperzeptivunterzuordnen, desto leichter erscheint in ihm das Ganzezusammengefafst oder verdichtet; umsomehr gewinnt es inihm seinen apperzeptiven „Schwerpunkt“.
Doch ist diese Fähigkeit eines Elementes, apperzeptiverSchwerpunkt des Ganzen zu werden, nicht allein abhängig vondieser besonderen Fähigkeit, die Aufmerksamkeit auf sich zuziehen. Sondern sie ist zugleich jederzeit bedingt von seinerbesonderen Stellung im Ganzen. Es gibt in jedem Ganzen„natürliche“ apperzeptive Schwerpunkte.
Davon nachher. Einstweilen leuchtet ein, dafs jenes „sichHerausheben“ durch vielerlei Mittel bewirkt sein kann; in der