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Die allgemeinen ästhetischen Formprinzipien.
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beiden Richtungen eine solche, wie sie sich ergibt, wenn einegerade Linie zu sich selbst parallel, und zugleich in einer undderselben, zu ihr senkrechten Richtung sich verschiebt. Unddazu kommt zweitens oder drittens dies, dafs die Ausdehnungin beiden Richtungen gleich grofs ist.
Dies letztere Moment nun fehlt beim Rechteck. Die Aus-dehnung in beiden Richtungen ist bei ihm hinsichtlich ihrerGrö[se verschieden. Darin liegt zunächst eine neue Differen-zierung. Die einheitliche flächenhafte Ausdehnung differen-ziert sich, wie beim Quadrat, in die beiden Grundrichtungen.Dann aber erfährt diese differenzierte Ausdehnung eine neueDifferenzierung, nämlich eine solche hinsichtlich ihrer Gröfse.
Darin nun liegt ein neues ästhetisches Moment; ein neuerbelebender Faktor.
Doch müssen wir gleich eine Bedingung hinzufügen. Auchdiese Differenzierung mufs eine entschiedene sein. Es darfnicht der Grörsenunterschied da sein, und zugleich nicht dazu-sein scheinen. Das Rechteck darf nicht als ein annäherndesQüadrat erscheinen. Die Ausdehnung in der einen Richtungmufs über die in der anderen Richtung entschieden überwiegen.
Mit dieser neuen Differenzierung zugleich aber stellt sichnun eine völlig neue Art der Unterordnung ein: Die kleinereAusdehnung erscheint untergeordnet der gröfseren.
Diese Unterordnung ist, wie man sieht, nicht Unterordnungunter ein einem Mannigfaltigen Gemeinsames oder unter eineinheitliches Ganze, sondern sie ist Unterordnung eines Ele-mentes unter ein daneben stehendes Element innerhalbeines Ganzen. Wir könnten sagen, sie ist Unterordnung unterein Nebengeordnetes, nämlich ein Nebengeordnetes hinsichtlichseines Verhältnisses zum Ganzen. Diese Unterordnung ist es,die ich als „monarchische Unterordnung“ bezeichne. DerMonarch ist Einer im Ganzen, wie die „Untertanen“, oder er ist,wie sie, ein Element des Ganzen. Ihm aber sind alle anderenuntergeordnet.
Diese monarchische Unterordnung ist eine eigenartige Tat-sache, neben jener Unterordnung unter ein Gemeinsames. Abersie ist zugleich eine ihr unmittelbar verwandte Tatsache, näm-