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Die allgemeinen ästhetischen Formprinzipien.
inhalten zu erzeugen, auf die sie ihrer Natur nach abzielen,vereinigen sich diese „Erregungen“ zur Erzeugung des einenBewufstseinsinhaltes, des Klanges.
Diese vielen „Erregungen“ nun, oder diese „Teiltöne“, desKlanges, sind einander verwandt. Sie bilden also ein qualitativeinheitliches Ganzes. Und dies ist der Grund des Wohlgefallensoder der Lust am Klang. Die Lust am Klang, dies Elementar-gefühl, gehorcht also zweifellos dem Gesetz oder Prinzip derqualitativen Einheitlichkeit.
Aber es gehorcht demselben auch weiterhin der einfacheTon. Wir haben zwingenden Grund zur Annahme, dafs indem Tonempfindungsvorgang, d. h. dem Vorgang oder derseelischen Erregung oder Bewegung, die dem Bild des ein-fachen Tones zu Grunde liegt, obzwar in nicht näher angeb-barer Weise, der regelmäfsige Rhythmus der Schwingungsfolgewiederkehrt, in welcher der Ton, physikalisch betrachtet, be-steht. Dieser Rhythmus aber ist ein „regelmäfsiger“, er istalso qualitativ einheitlich. Wiederum müssen wir das Lust-gefühl, das den einfachen Ton begleitet, auf diese Regelmäßig-keit oder qualitative Einheitlichkeit der psychischen Erregungoder Bewegung zurückführen.
Und von da aus müssen wir weiter gehen. Wir wissenfreilich durchaus nichts von der psychischen Erregung oderBewegung, die dem optischen Reize ihr Dasein verdankt, unddem Bild der Farbe zu Grunde liegt. Aber wir müssen dochauch hier eine solche psychische Erregung statuieren. Und dieseErregung mufs irgend einen „Rhythmus“, d. h. irgend eine Weiseihres Ablaufes haben. Und ist nun die Farbe Gegenstand derLust, dann gibt uns die Analogie des Klanges und des Tonesdas Recht, diesem Rhythmus oder dieser Ablaufsweise einebesondere qualitative Einheitlichkeit zuzuschreiben, und diesefür das Gefühl der Lust verantwortlich zu machen. Und ebensobei der sonstigen Lust an einfachen Empfindungen.
Damit ist dann schliefslich aller Gegensatz zwischen denElementargefühlen und den Formgefühlen geschwunden. DerGrund der Lust erscheint als derselbe dort wie hier.