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Die allgemeinen ästhetischen Formprinzipien.
Elementen, mit dem Ergebnis, dafs wir schiiefslich das Ganzesimultan in unserem geistigen Besitze haben.
In solcher Weise entsteht für mich etwa die Melodie. Solldieselbe überhaupt für mich existieren, so mufs, wenn ich ihrenletzten Ton höre, der erste noch in mir gegenwärtig sein, d. h.er mufs noch in mir wirken. Und Entsprechendes gilt vondem umfafsendsten musikalischen Kunstwerk, oder dem Epos,oder dem Drama. Ist, indem ich das Spätere, d. h. später sichmir Darbietende, aufnehme, das Frühere in keiner Weise mehrmir gegenwärtig oder in mir wirksam, so zerfällt für mich dasGanze in Stücke. Und dann gibt es für mich auch keine Lustmehr am Ganzen, sondern nur noch eine sukzessive Lust angetrennten Stücken. Und klingt auch nur irgend etwas, irgendein Zug in dem Früheren, in keiner Weise mehr in mir nach,wenn das Ganze vollendet ist, so ist dieser Zug aus dem Ganzenausgeschaltet, er gehört für mich nicht mehr mit zum Ganzen.
Damit ist weder das grundsätzlich Eigenartige der sukzes-siven Darbietung aufgehoben, noch der spezifische Wert unseresdadurch bedingten Fortschreitens und Hinzunehmens angetastet.Nur ist jeder Schritt dieses Hinzunehmens eben ein Hinzunehmen,also ein Werden eines Simultanen.
Danach fällt also auch die Sukzession für uns unter denGesichtspunkt des Simultanen, und demnach die qualitativeEinheitlichkeit des Sukzessiven unter den Gesichtspunkt derqualitativen Einheitlichkeit des Simultanen.
Auch die qualitative Einheitlichkeit nun ist, wie die em-pirische, eine Zusammengehörigkeit. Sie ist eine qualitativeoder eine innere, d. h. in den Objekten selbst, ihrer Beschaffen-heit oder ihrem Inhalt liegende Zusammengehörigkeit. Solchequalitative Zusammengehörigkeit der Elemente eines Mannig-faltigen bindet die Elemente innerlich zusammen, d. h. sieist ohne weiteres eine Tendenz des Zusammenschlusses zueinem einheitlichen Ganzen.
Und indem nun diese Tendenz der jederzeit in mir be-stehenden Nötigung, ein zumal oder in unmittelbarer Folge ge-gebenes Mannigfaltige zu einem einheitlichen Ganzen zusammen-zuschliefsen, entgegenkommt, entsteht ein Lustgefühl,