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1 (1903) Grundlegung der Ästhetik
Entstehung
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Die allgemeinen ästhetischen Formprinzipien.

same Ursache. Die Lust hat ihren Grund in eben derTatsache, der auch die Leichtigkeit der Zuwendung ihr Da-sein verdankt. Besser gesagt, die Lust ist das begleitendeSymptom dieser Tatsache. Sie ist der unmittelbare Bewufst-seinsausdruck für diejenige Beziehung zwischen der Empfin-dung und der apperzipierenden Seele, welche macht, dafsdie Zuwendung mit der besonderen Leichtigkeit sich vollzieht.Eben darum geschieht es, und kann es einzig geschehen, dafsdie Lust entsteht, indem die Zuwendung sich vollzieht, undmit der besonderen Leichtigkeit sich vollzieht.

DieseBeziehung kann nun aber nur darin bestehen, dafsin der Natur der Seele für den Vollzug der Empfindung oderdie Auffassung des Empfindungsinhaltes besonders günstigeBedingungen liegen, oder kurz, in der besonderenNatürlichkeitdieser Betätigung der Seele.

Zweites Kapitel: Gesetz der Einheitlichkeit.

Die Formgefühle. Prinzip der Einheit.

Wenden wir uns nun aber zunächst zur genaueren Betrach-tung der Formgefühle. Bei ihnen ist, wie gesagt, dieNaturder Seele einer genaueren Bestimmung unmittelbar zugänglich.

Wir beginnen gleich mit Beispielen. Geometrische Regel-mäfsigkeit gefällt, sei sie nun Regelmärsigkeit des Fortgangesin einer Richtung, oder Symmetrie. Man denke einerseits andas Astragal oder die gleichmäfsig fortgehende Wellenlinie,andererseits an den Kreis, das Quadrat, das regelmäfsige Sechs-eck u. s. w.

Regelmäfsigkeit nun ist Übereinstimmung von Teilen, Ele-menten, Zügen eines Ganzen. Und solche Übereinstimmungerleichtert die Auffassung des Ganzen. Wir finden uns durch dieAuffassung jedes Teiles schon vorbereitet für die Auffassungjedes anderen Teiles. Oder vielmehr, die Arbeit der Auffassungjedes Teiles ist durch die Auffassung jedes anderen Teiles teil-weise schon getan. Teilweise, d. h. soweit der Fortgang von