Druckschrift 
1 (1797)
Entstehung
Seite
413
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2. C. Ausübung der höchsten Gewalt. 41z

Unsere teutschen Höfe ahmten frühzeitig in diesem Stückdie auswärtigen Höfe nach. Der älteste ursprünglich reut-sche, chnd jetzt der vorzüglichste Ritterorden in der Welt,ist der des goldnen Vlissses, welchen der Herzog vonBurgund im I. 1429. stiftete, und welcher nachmals durchdie Vermählung des Erzherzogs Maximilian mit der Erbinvon Burgund an das Haus Oesterreich und durch dessenSohn und Enkel an Spanien kam. Einen andern Ordennemlich den Sk. Huberts-Orden kroch in eben

^m.Mhrhundert (147z) der Herzog von Jülich, welcherim I. 1709. von dem Kurfürsten von der Pfalz erneuertwurde. Seil der Zeit, vorzüglich aber in diesem Jahrhun-dert sind immer mehrere gestiftet, von denen jedoch mancheältere schon wieder erloschen sind.

In der Kleidung und dem Anzuge zeichneten sich ehmalsdie Fürsten vor andern geringem Standes- und Privatper-sonen besonders aus. Sie hatten ihren eignen Fürsten-huthund Fürstenmantel, der mit Hermelin gefüttert,oder wenigstens aufgeschlagen war. Dies hat sich in neuernZeiten geändert, nur bey der Kaiserwahl und Krönung pfle-gen sie noch von den persöiüich anwesenden Kurfürsten ge-tragen zu werden. Ausserdem wird nur etwa noch der Huthbey feyerlichen Leichenbegängnissen aus den Sarg gelegt.Auch in den Wapen findet sich der Huth.

zu Basel mit dem Pabst umging, ging man in neuern Zeitenmit dem König von Frankreich um, nur daß der Ausgang ver-schieden war. Der Pabst wollte die heil. Väter zu Basel aus-hungeru, und autorisirre daher durch eine eigne Bulle vom ptcnApr. 1447. die Straßenränder alle und jede zu berauben, wel-che Lebensmittel nach Base! bringen würden. Der König vonFr. ließ Truppen anrncken und man gab auch ihm Schuld,daß er Paris aushungern wollte. Es geschieht doch nichtsneues unter der Sonne -1