Druckschrift 
1 (1797)
Entstehung
Seite
348
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Z48 2. B. Von der Pers. des Kais. u. den Rcichsst.

gemacht, so wie es ihm gut dünkte. Daher rührt es denn,baß sich von der innern Einrichtung der Kreise im allgemei-nen nur wenig sagen läßt, und daß sich dieserhalb eine großeVerschiedenheit unrer ihnen findet. Ja es sind nicht ein-mal in allen Kreisen Kreistage gehalten worden, oder siesind auch wohl in neuern Zeiten wieder ausser Uebung ge-kommen.

Diejenige, welche indessen noch in Aktivität'sind, undeigne Versammlungen von Zeit zu Zeit halten, haben ihreeigne Kreis bediente, als einen Syndikus, Archivarien,Secretarien, Nechnungsräthe, Einnehmer, Müuzmeisterp. s. f. Um diese zu salariren, und andere öffentliche Ko-sten bestreiten zu können, sind gemeinsame Kreissteuern ein-geführt worden, wozu ein jeder Kreisstand etwas gewisseszahlen muß. Auf den Kreistagen selbst pflegt dies regulirtzu werden. Es wäre sehr zu wünschen, daß in allen Krei-sen, die aus mehrern Ständen bestehen, Kreistage jährlichgehalten würden, indem darauf vieles zum allgemeinenBesten verhandelt werden kann. .

tz. in.

Durch die Kreise sollte vorzüglich der Landfrieden ge-handhabt werden, und die gesammten Kreisstande solltenihre Macht vereinigen, um den Ruhestörer nöthigen Fallszu Paaren treiben zu können. Hier war es also nöthig,daß einer an der Spitze stand, der das zusammengestoßeneHeer anführte. Zu diesem Posten taugte aber nicht einjeder, denn es mußte ein Kriegserfahrner Mann seyn, eswurde also auch diese Stelle nicht etwa dem ersten weltlichenStande eines jeden Kreises für beständig anvertrauet, son-dern in dem N. A. von 1512. *) verordnet, daß in einem