Druckschrift 
1 (1797)
Entstehung
Seite
305
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^ 4. C. Von dem Reichsfürsrenrath. ZOZ

Bischof und Erzbischof, sondern unmittelbar unter denPabst stünde.

Hierüber entstand großer Streit zwischen ihm und demBüchof von Würzburg, zu dessen Diöces, ingleichen demErzbischof von Mainz, zu dessen Provinz eigentlich die Ab»try gekörte. Diesen sehr alten Streit suchte in neuern Zei-teil P. Benedict XlV. zu schlichten, indem er den bisrherigen Abt von Fulda unter den 27. Nvv. 1752. zumBischof erklärte, dagegen aber den Bischof von Würz»bürg das Pallium, ertheilte, welches sonst nur Erzbi-schöfe und exemte Bischöfe, wie Bamberg, erhalten.Mainz ward hiedurch sehr aufgebracht, und kam darüberheftig mit dem römischen Stuhl an einander *), endlich er-klärte der Pabst in einem eignen Breve von 1;. Scptemb.1756. , daß zwar die Kirche von Fulda eximirt und unmit-telbar, die Diöces und das Gebiet von Fulda aber einTheil der Mainzischsn Provinz und dss Erzbislhums bleibensollte. Hierauf kam denn auch der endliche Vergleich zwi-schen Main; und Fulda im Febr. 1757. zu Stande, dender Pabst im Jun. desselben Zahrs bestätigte.

Fulda ist also jetzt ein Bisthum, allein diese Er-höhung hat auf dem Reichstage nicht die mindeste Wirkung' gehabt. Es folgte bisher als die erste gefürstete Abtey mr-nnrrelbar auf Chur, und jetzt folgt es als das letzte Bisthumauf dasselbe. Von Reichswegen hat man von diesem ganzenVorgang keine Kenntniß genommen und da die Neichsständo

») Dieser Streit hat dem päbstlichen Stuhl im Gründe vielgeschadet. Er gab ncmlich Veranlassung dazu, daß man zuMainz Untersuchungen über die Rechte des Pabst in wutschenKirchensachen anzustellen anficng und dadurch auf die Entdeckungder F ürstsnc 0 nc0 rdate, wovon in der Folge ein mehre-res, geleitet wurde.

Erster Band, ^