Druckschrift 
1 (1797)
Entstehung
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303
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4. C. Von dem Neichsfürstenrath. Z0Z

schof auch Zugleich Bischof war, oder daß er zwey Erzbis-thünier befaß, so vorirre er in ällern Zeilen nicht für jedesErz-oder Disthum besonders, sondern nur an dm höhernPlatz. So geschah es denn, daß zuweilen für ein Erz-odcr Hochstift gar nicht auf dem Reichstag votirt wurde-Dies änderte sich indessen wieder, so bald ein jedes Stiftwieder seinen eignen Erz- oder Bischof erhielt, doch warddadurch der Grund zu manchen Streitigkeiten gelegt. Inder Folge trugen sich aber durch die bereits erwähnten Se-eularisationcn mehrere Veränderungen zu.

Der Rang der geistlichen Stände richtete sich nach demAlter cher ,Erz und Hochsrifter, oder nach den besondcrnVorzügen, welche ein und das andere erhalten hatte. Sowar zwar Magdeburg ein ungleich jüngeres Erzstift,als Salzburg, aber der Stifter Magdeburgs, K. Ot-t o l. hatte seinem Erzstift Vorzüge zu verschaffen gewußt,die dem Salzdurgischen fehlten. Der Erzbischof erhielt dmTitel eines Primaten und verlangte deshalb den Vorsitz vorSalzburg, den er auch bis in neuern Zeiten behielt.

Jetzt ist unter den Erzbischöfen nur im Grunde noch dekvon Salzburg übrig, indem der von Visanz, oder Be-sannen zwar noch immer um seine Stimme zu geben auf-gerufen wird, aber nun schon lange nicht mehr erscheint*)»Die Bischöfe folgen dergestalt auf einander, da?- Bam-berg den ersten Platz behauptet, sodann aber Würzburg,> Worms, Eichstädt, Speie r, Strasburg, Co,stanz, Augsburg, Hildes he im, Paderborn, Frei-sing e n, R e g e n s b u r g, P a ssa n, T r i d e n t, Bripeü,

Und künftig, da das Erzbisthum nunmehr aufgehoben ist,nicht mehr erscheinen kann, e» mußte denn ein Erzbischof irrxsrnbus inücielmm seyn,