HO2 2. B. Von dee Pers. des Kais. u. den Neichsst.
reich und Salzburg Vortheil zu ziehen, indem sie nun her-auf rückten, und nachgeheuds nicht wieder Magdeburg übersich Men lassen wollten, worüber Lies einige Mahle vomReichstag fortblieb. Endlich gestand r;66. auch Magde-burg dem Hause Oesterreich den ersten Platz zu, verlangtejedoch gleich nach Oesterreich zu folgen, weshalb ein neuerStreit mit Salzburg entstand, der sich zuletzt, da Magde-burg secularisirt wurde, von selbst gehoben hat.
Burgund hatte schon in älter» Zeiten, als es nochseine eigne Herzoge hatte, große Nangstreitigkeiten gehabt,indem die Herzoge- die sich für «ouverain hielten, selbst den«Kurfürsten Vorgehen wollten. Nachdem in der Folge derMannsftamm des Hauses Burgund ausstarb, dessen Län-der an Oesterreich kamen, und Carl V. den BurguudischettVertrag geschlossen hatte (§. 17 .) würde Oesterreich auf derweltlichen Füistenbank wegen Burgund haben Platz nehmenmüssen, allein hier würde cs neäen Streit gegeben haben,und da der Ocstetreichische Gesandte auch für Burgundstimmte, so nützte er seinen Platz auf der geistlichen Bank,um such auf derselben das Burgundische Votum abzulegen-Salzburg ließ sich dies gefallen, und so kam es denn, daßauch Burgund eine Stelle auf der geistlichen Bank, jedochnie die erste, erhielt.
§- S».
So langt ein jedes Erzb sthüm und Bisthum seineneignen Erzbischof oder Bischof hatte, konnten auf der geist-lichen Bank nicht viele Veränderungen und Streitigkeitenwegen des Vorsitzes entstehen. Indessen unterblieben disVeränderungen doch nicht ganz, wenigstens auf eine Zeit-lang. Denn da es üblich wurde- daß zuweilen ein Etzbi-