z. C. Von dem kurfüxstl. Colleg.
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Friedrich V. von der Pfalz unbesonnener Weise beymAusbruch des dreißigjährigen Kriegs die böhmische Kroneangenommen hatte, und tzey Prag von den Kaiserlichengänzlich geschlagen war, übertrug K. Ferdinand II. diebisherige pfälzische Kur, nebst dem Kurlands dem Herzogvon Baiern, seinem treuen Bundsgrnvssen und Jugend-freund. Auf dem Fürsteutag, der deshalb zu Negensburgim I. 1622. war gehalten worden, war zwar nur beschlos-sen, daß der Herzog Maximililan von Baiern, jedoch mitVorbehalt des Ausschlags von Güte und Rechtnach seinem Tode, die pfälzische Kur haben sollte, dasheißt die Uebercragung sollte nur persönlich ftyn, alleinder Kaiser übertrng sie ihm dennoch für sich und seinemännliche Nachkommen. Hiergegen protestirten nunzwar nachgehends Sachsen und Brandenburg, allein Sach-sen hatte einet ähnlichen Ungerechtigkeit seine Kurwücde zudanken und erhielt überdem die Lausitz; auf Brandenburgaber wurde nicht geachtet und wie konnte man auch aufeinen so schwachen Prinzen als Georg Wilhelm war,viel achten? Genug Baiern hatte nun einmahl die ehma-lige pfälzische Kur, mithin den fünften Platz im kurfürstli-chen Collegio und dies alles wurde nachher im westph. Frie-den bestätigt, zugleich aber für Pfalz eine neue, oder achteKur errichtet, und dabey ausgemcht, daß, wenn der männ-lich Wilheimische Mannsstanim der Herzoge von Baiernausstürbe, die Kurwürde, welche bisher Hey Baiern gewe-sen, an die überlebende pfälzische Linie kommen, die achteKurwürde aber alsdann völlig erlöschen sollte. Dieser Fallist nun in neuem Zeiten emgctreten, indem am zo. D/c.1777. der Daiersche Mannsstamm mit Absterben des letztenKurfürsten von Baiern erloschen ist. Pfalz hat seitdem